Statistik der Polizei für 2019

Weniger Unfälle, aber mehr Verletzte in Werdohl

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Das war einer der schwersten Unfälle in Werdohl im Jahr 2019: Am Abend des 16. März wurde auf der Versestraße ein am Straßenrand liegender Mann von einem Taxi erfasst.

Werdohl – Auf Werdohler Straßen haben sich im vergangenen Jahr weniger Verkehrsunfälle ereignet als im Jahr zuvor. Das geht aus der Jahresunfallstatistik hervor, die die Polizei in dieser Woche vorgelegt hat.

Die Anzahl der Verletzten ist gegenüber 2018 allerdings gestiegen. 

Im abgelaufenen Jahr 2019 musste die Polizei in Werdohl zu insgesamt 547 Unfällen ausrücken. Das sind 1,5 Unfälle pro Tag. Gegenüber dem Jahr 2018 ist die Anzahl allerdings um 7,3 Prozent gesunken – und das betrifft fast alle Kategorien vom leichten Sachschadensunfall bis zum Unfall mit Leichtverletzten. Lediglich bei den Unfällen mit Schwerverletzten war die Polizei neun Mal und damit einmal mehr gefordert. 

Kaum Unfälle unter Alkoholeinfluss

Besonders auffällig ist, dass die Unfälle unter Alkoholeinfluss um zwei Drittel auf nur noch zwei Fälle zurückgegangen sind. Stark rückläufig war mit minus 35,7 Prozent auch die Zahl der schwerwiegenden Unfälle mit Sachschaden, zu denen die Polizei neun Mal (2018: 14 Mal) gerufen wurde. Tödliche Verkehrsunfälle gab es in Werdohl 2019 wie auch schon 2018 und 2017 überhaupt nicht. 

Trotz sinkender Unfallzahlen ist die Anzahl der bei Verkehrsunfällen Verletzten aber gestiegen. Für den Bereich Werdohl meldet die Polizei für das vergangene Jahr 62 verletzte Personen und damit fünf (8,8 Prozent) mehr. Von den Verletzten im Jahr 2019 waren neu schwer verletzt (+12,5 Prozent) und 53 leicht verletzt (+8,2 Prozent). Gestiegen ist die Zahl der bei Unfällen verletzten jungen Erwachsenen, also der Verkehrsteilnehmer im Alter von 18 bis 24 Jahren. Von den jungen Erwachsenen, die in Werdohl an elf Unfällen beteiligt waren, wurden zwei schwer und acht leicht verletzt. Öfter als noch im Jahr zuvor waren auch Kinder in Unfälle verwickelt. 2019 waren es in Werdohl sieben Unfälle, bei denen sechs Kinder leicht und eins schwer verletzt wurden. Dabei gab es allerdings keinen Schulwegunfall. Senioren waren seltener an Unfällen beteiligt als noch 2018. 

Deutlich weniger Motorradunfälle

Stark gesunken ist die Zahl der Motorradunfälle. In Werdohl waren es nur noch zwei Unfälle, bei denen zwei Kradfahrer leicht und einer schwer verletzt wurde. 

Seltener hatte es die Polizei auch mit Unfallfluchten zu tun. 119 Mal musste sie in solchen Angelegenheiten ermitteln. Die Aufklärungsquote betrug 36,3 Prozent. Zwei Unfallfluchten mit Personenschaden wurden angezeigt, sie wurden beide aufgeklärt.

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