Weniger Lehrstellen in Werdohl gemeldet

WERDOHL ▪ 130 Ausbildungsplätze wurden der Werdohler Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit seit Oktober gemeldet.

Das sind 49 weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit ist die Zahl der gemeldeten Stellen im Vergleich zum Juli 2009 um 27,4 Prozent zurückgegangen. In keiner anderen Geschäftsstelle im Märkischen Kreis gibt es ein solches Ergebnis. In Plettenberg beträgt der Rückgang 9,8 Prozent und in Iserlohn 4,8 Prozent. In allen anderen Geschäftsstellen wurden genauso so viele oder sogar mehr Ausbildungsstellen gemeldet als vor einem Jahr – in Altena sogar 41 (65,1 Prozent).

Der Rückgang in Werdohl sei „schade“, sagt Melanie Anlauf, Teamleiterin des Arbeitgeberservices der Agentur für Arbeit. Vor allem betroffen seien die Bereiche Metallverarbeitung und Fachverkauf. Ursachen dafür seien schwer auszumachen, aber sie sei sicher, dass die Folgen der Wirtschaftskrise, die Werdohl und Plettenberg besonders hart getroffen habe, ein Grund sei. Viele Firmen wollten zunächst mit der Stammbelegschaft den aktuellen positiven Trend auffangen.

Noch 32 Ausbildungsstellen sind derzeit in Werdohl und Neuenrade als unbesetzt gemeldet. Das sind drei mehr als vor einem Jahr. Melanie Anlauf ermuntert alle jungen Leute, die bis jetzt bei der Lehrstellensuche noch nicht erfolgreich waren, es weiter zu versuchen. „Es ist wichtig, den Kopf nicht in den Sand zu stecken“, sagt sie. Das heiße auch, für Alternativen offen zu sein. Bei der Jobbörse, die in der Geschäftsstelle der Agentur oder über das Internet abrufbar ist, können junge Leute sich informieren, welche Ausbildungsplätze in Werdohl und Umgebung zu besetzen sind. Bei der Zahl der Bewerber mache sich der demographische Wandel bemerkbar. 272 gemeldete Lehrstellensuchende sind 34 weniger als vor einem Jahr. Aktuell noch keinen Platz gefunden haben 95, 43 weniger als im Juli 2009. ▪ gör

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