Weniger Gäste in Werdohl, aber mehr Übernachtungen

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Sechs Beherbergungsbetriebe gibt es aktuell in Werdohl, die zusammen über gut 100 Gästebetten verfügen.

Werdohl - In den ersten neun Monaten dieses Jahres zählten die sechs Beherberungsbetriebe in Werdohl mit 6295 erneut mehr Gästeübernachtungen als im Vorjahr.

„Wir freuen uns, dass die Übernachtungszahlen ansteigen“, sagte Michael Grabs, bei der Stadt Werdohl zuständiger Fachbereichsleiter für Tourismus, auf Anfrage unserer Redaktion. 

Verglichen mit dem Zeitraum von Januar bis September 2016 erhöhte sich die Anzahl der Gästeübernachtungen um 248, was einem Anstieg um 4,1 Prozent entspricht. Das geht aus einem Zahlenwerk hervor, das Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes in dieser Woche veröffentlichte. Von 2015 auf 2016 hatten sich die Übernachtungszahlen in Werdohl zuvor bereits um mehr als 19 Prozent erhöht. 

Deutlich mehr ausländische Gäste 

Der Anstieg zuletzt resultiert aus einem Mehraufkommen an ausländischen Gästen. 299 in den ersten neun Monaten dieses Jahres bedeuten ein Plus von mehr als 50 Prozent. Damit erhöhte sich auch die Anzahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland deutlich um 5542 auf in diesem Jahr 1155. Somit erhöhte sich die mittlere Aufenthaltsdauer aller Gäste geringfügig von 2,5 auf 2,8 Tage. Bei den ausländischen Gästen fällt der Anstieg mit 0,8 auf jetzt durchschnittlich 3,9 Tage deutlicher aus. 

Durch die längere Aufenthaltsdauer der ausländischen Gäste wird der leichte Rückgang bei den Gesamtgästeankünften überkompensiert. Mit 2237 fanden in den ersten neun Monaten dieses Jahres 153 Übernachtungsgäste weniger den Weg in die Stadt an der Verse und Lenne, als im gleichen Zeitraum des Vorjahrs, was einem Rückgang von 6,4 Prozent entspricht. 

"Nicht die klassische Touristenstadt"

Welche Personengruppen bevorzugt nach Werdohl kommen, darüber liegen der Stadtverwaltung keine gesicherten Erkenntnisse vor. „Wir haben sicherlich einige Angebote, die auch für Touristen sehr interessant sind. Werdohl ist aber nicht die klassische Touristenstadt im Sauerland wie etwa Winterberg. Deshalb werden unter den Übernachtungsgästen sicherlich auch viele Monteure sein“, sagte Grabs. 

In der Zukunft hofft der Fachbereichsleiter auf weiter steigende Übernachtungszahlen, setzt dabei als ein Baustein auf das Freizeit- und Erlebniskonzept, das die Verwaltung derzeit gemeinsam mit der Stadtmarketing-Gesellschaft seit rund einem Jahr erarbeitet. „Oberstes Ziel bei den Bemühungen ist es, die Stadt für die hier lebenden Werdohler schöner zu machen. Damit wird sie natürlich auch für Nicht-Werdohler attraktiver. Der eine Punkt zieht also den anderen nach sich“, erklärte Grabs. 

Teilnahme an Online-Umfrage 

Um auch die Bevölkerung aktiv in diesen Prozess einzubinden, hatten alle Werdohler im Frühjahr die Möglichkeit, an einer Online-Umfrage bezüglich der Freizeit- und Lebensqualität in ihrer Stadt teilzunehmen. Anhand der Ergebnisse soll ein konkreter Maßnahmenplan als Teil des Konzepts ausgearbeitet werden. 

Die vorbereitenden Arbeiten für das neue Konzept seien mittlerweile recht weit fortgeschritten. „Eine Rohfassung steht, bevor wir etwas präsentieren können, besteht jetzt aber noch viel Gesprächs- und Abstimmungsbedarf mit verschiedenen beteiligten Akteuren“, wollte Grabs noch kein Zeitfenster für eine Konzeptvorstellung nennen.

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