Trotzdem kooperieren

Finnentrop: Zu wenig Schüler für Oberstufe - Werdohl will trotzdem kooperieren

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Die Albert-Einstein-Gesamtschule in Werdohl wird trotz der Probleme an der Finnentroper Schule weiter mit dieser kooperieren.

Werdohl/Finnentrop - Die Probleme der Finnentroper Bigge-Lenne-Gesamtschule (BLG), genügend Schüler für die gymnasiale Oberstufe zu gewinnen, sind offenbar noch größer als bisher bekannt. Jetzt wurde öffentlich, dass die Schule für das Schuljahr 2018/19 keine Oberstufe bilden kann. Werdohl will aber weiterhin mit Finnentrop kooperieren.

Schon zum Stichtag im Februar hatten der BLG nur 32 Anmeldungen für die Oberstufe vorgelegen. Die Bezirksregierung erteilte eine Sondergenehmigung und brachte eine Kooperation mit der Werdohler Albert-Einstein Gesamtschule (AEG) ins Gespräch. 

In der Folgezeit sprangen aber viele potenzielle Oberstufenschüler ab, so dass am Ende nur noch sechs übrig waren. Die Schulaufsicht der Bezirksregierung zog schließlich die Reißleine: keine BLG-Oberstufe im Schuljahr 2018/19. 

Finnentrops Bürgermeister Dietmar Heß kommentierte den Vorgang gegenüber der Zeitung Sauerlandkurier: „Wir hatten die geplante Kooperation mit Werdohl hintereinander. Die notwendigen Entscheidungen sind dann aber zwischen dem Schulministerium in Düsseldorf und der Schulaufsicht in Arnsberg immer wieder hin- und hergeschoben worden.“ Das habe für Verunsicherung bei den Eltern gesorgt. 

Finnentrop, Werdohl und auch Arnsberg wollen aber das Ziel der Kooperation der beiden Gesamtschulen weiterverfolgen und möglichst schon zum Schuljahr 2019/20 umsetzen. 

„Wir müssen diese Durststrecke jetzt überwinden“, sagte Werdohls Fachbereichleiter Michael Grabs zur Situation in Finnentrop. Die AEG sei auch bereit, schon jetzt Finnentroper Schüler in ihre Oberstufe aufzunehmen. 

Die könnten dann im Sommer 2021 ihr Abitur in Finnentrop machen. Denn ab dem Schuljahr 2019/20 sollen auch dort wieder genügend Schüler für eine Oberstufe vorhanden sein – zumindest rechnerisch. 

Für das kommende Schuljahr hat die BLG nämlich einen zahlenmäßig starken Jahrgang 10, der dann ab Sommer 2019 das Abitur anstreben könnte. 

Die Kooperation der beiden Schulen soll jetzt auf jeden Fall schnell beschlossen werden. Der Entwurf für einen dafür notwendigen Zweckverbandsvertrag liegt offenbar auch schon vor. „Der Vertrag muss bis Ende 2018 geschlossen sein, damit wäre dann für das Anmeldeverfahren zum Schuljahr 2019/20 die Basis gelegt“, skizzierte Grabs den Zeitplan.

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