Weltblutkrebstag:

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Dana Schnabel, hier mit Töchterchen Nia, Mika Schnabel und Christel Voßbeck-Kayser werben für die Knochenmarkspende. Mika Schnabel, er besucht die Albert-Einstein-Gesamtschule, hat Dank einer solchen Spende überlebt.

Werdohl - "" „Wir sind Überzeugungstäter“, erklären Mika Schnabel, Schüler der Albert-Einstein-Gesamtschule, und die CDU-Bundestagabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser. Sie sind einer Meinung: „Es ist ganz wichtig, noch viel mehr Menschen für das Thema Knochenmarkspende zu sensibilisieren.“

Von Carla Witt

Den Weltblutkrebstag am Mittwoch nutzen die beiden, unterstützt von Mika Schnabels Schwester Dana Schnabel, zu einem Appell: „Helfen Sie, lassen Sie sich typisieren oder spenden Sie für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS).“

Der Neuenrader Mika Schnabel war an Blutkrebs erkrankt und hätte ohne einen Spender, der im vergangenen Jah gefunden wurde, nicht überleben können. Christel Voßbeck-Kayser wurde bereits Ende der 80er-Jahre im Familienkreis mit der Krankheit konfrontiert. „Deshalb setze ich mich für die Arbeit der DKMS ein“, erklärt die Politikerin. Nur ein Drittel aller Erkrankten fänden einen Spender innerhalb der Familie, berichtet Voßbeck-Kayser. Deshalb seien viele Menschen auf Spender angewiesen.

Angst müsse niemand haben, der sich zu einer Knochenmarkspende entscheidet. „Es tut nicht weh“, versichert Christel Voßbeck-Kayser. Wer sich aber dennoch nicht typisieren lassen wolle oder könne, sei trotzdem in der Lage zu helfen – mit einer Geldspende. „Jede Typisierung kostet 50 Euro. Dieses Geld kann nicht jeder aufbringen“, stellt die Bundestagsabgeordnete fest. In diesem Zusammenhang kritisiert Dana Schnabel die Krankenkassen: „Es ist einfach nicht zu verstehen, warum die Typisierungskosten nicht von den Kassen übernommen werden. Schließlich ist eine Knochenmarkspende für viele Menschen die letzte Chance.“

Nach Angaben der DKMS erkrankt alle 16 Minuten in Deutschland ein Mensch an Blutkrebs, darunter zahlreiche Kinder und Jugendliche. Viele dieser Menschen könnten nur überleben, wenn es – irgendwo auf der Welt – einen Menschen mit nahezu den gleichen Gewebemerkmalen im Blut gibt, der zu Stammzellenspende bereit sei. Einen Spender zu finden ist nicht einfach: Im günstigsten Fall liege die Wahrscheinlichkeit jemanden zu finden bei 1:20 000, bei seltenen Gewebemerkmalen sei es entsprechend schwieriger.

Die Suche sei aber auch deshalb nicht einfach, weil zu wenig Menschen als potentielle Spender zur Verfügung stehen. Denn: Wer sich nicht in die DKMS-Datei aufnehmen lässt, kann nicht gefunden werden.

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