50 weitere Flüchtlinge: Spät im Jahr neue Zuweisungen

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Ende Juli wurden nahezu alle Werdohler Flüchtlinge mit Bussen zur Registrierung nach Bochum gebracht.

Werdohl - Die Stadt Werdohl hat für viele überraschend noch im abgelaufenen Jahr 50 Flüchtlinge neu zugewiesen bekommen.

Fünf Wochen lang im Oktober und November wurden pro Woche zehn Personen Werdohl zugewiesen. Das bestätigte Fachbereichsleiter Michael Grabs auf Nachfrage unserer Redaktion. Nach den vielen mehr oder weniger unkontrollierten Zuweisungen im Jahr 2015 war es im vergangenen Jahr sehr ruhig geblieben. 

Monat für Monat hieß es, dass Werdohl die Aufnahmequoten erfüllt habe und erstmal andere Städte an der Reihe waren. Die Verwaltung stellte ein Team zusammen, dass sich in erster Linie um die Integration der in Werdohl lebenden Flüchtlinge und Migranten kümmert. Befürchtungen, auch das ehemalige Übergangswohnheim Deipschlade herrichten zu müssen, bewahrheiteten sich nicht. Die Situation auf dem Wohnungsmarkt gab und gibt die sozialverträgliche Unterbringung der Zugewiesenen her. 

Aktuell 265 Flüchtlinge

Die Höchstzahl an Flüchtlingen im Zuständigkeitsbereich der Stadt lag damals bei 305. Mit den Neuzuweisungen und den Abgängen in den Zuständigkeitsbereich des Jobcenters liegt die Zahl aktuell bei 265. Dennoch sei die Belastung der beiden Verwaltungskräfte, die die Gewährung von Hilfen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz veranlassen, zu stark geworden. 

Die Stadt sucht deshalb für zwei Jahre befristet eine dritte Vollzeitkraft, die in diesem Aufgabenbereich arbeitet. In dieser Abteilung für Soziales und Wohnen bei der Stadt geht es auch um Eingliederungshilfen, Heimaufnahmen und Grundsicherungsleistung im Alter. Der Schwerpunkt liegt aber eindeutig bei den Hilfen für Asylbewerbern. 

„Wir denken, dass wir diese zusätzliche Stelle mit den Zahlungen des Landes und des Bundes refinanzieren können“, so Michael Grabs. Die Arbeitsbelastung der beiden sehr erfahrenen Kräfte in der Verwaltung habe sich trotz der geringer werdenden Flüchtlingszahlen nicht beruhigt, so Grabs. Es gebe eine „anhaltend hohe Personenzahl“. Man habe die Entwicklung der Situation lange abgewartet, jetzt sei klar, dass eine weitere Sachbearbeitungsstelle nötig sei.

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