Ehrenamtler gesucht/Projekt in Kooperation mit dem Märkischen Kreis

Paten für den Berufseinstieg

Sie suchen gemeinsam weitere Ausbildungspaten: Wirtschaftsförderer Andreas Haubrichs, Dagmar Schulz vom Märkischen Kreis, Bürgermeister Andreas Späinghaus und Gesamtschulleiter Sven Stocks.
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Sie suchen gemeinsam weitere Ausbildungspaten: Wirtschaftsförderer Andreas Haubrichs, Dagmar Schulz vom Märkischen Kreis, Bürgermeister Andreas Späinghaus und Gesamtschulleiter Sven Stocks.

In Werdohl werden Ausbildungspaten gesucht.

„Das Projekt hat den Schülern ein ganzes Stück weitergeholfen“, sagt Sven Stocks. Gemeinsam mit Dagmar Schulz von der Kommunalen Koordinierungsstelle KAoA, die Jugendlichen beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützen möchte, Werdohls Wirtschaftsförderer Andreas Haubrichs und Bürgermeister Andreas Späinghaus hat der Leiter der Gesamtschule im Rathaus das Projekt „Ausbildungspaten“ vorgestellt.

Gesamtschule nimmt am Projekt teil

Bereits vor der Corona-Pandemie hatte Dagmar Schulz Kontakt zu Sven Stocks aufgenommen. Er sei sofort bereit gewesen, das Projekt zu unterstützen, berichtet Schulz. Der Schulleiter suchte Schüler aus, die von einer Patenschaft profitieren könnten. Gemeinsam habe man dann überlegt, welcher Pate zu welchem Schüler passen könnte. Das sei sehr wichtig, unterstreicht Dagmar Schulz. „Es läuft auf eine 1:1-Betreuung hinaus.“ Sven Stocks betont: „Da muss die Chemie stimmen.“

Zu Beginn des Projektes standen sieben Paten zur Verfügung. Schulz hatte unter anderem in Organisationen wie der Flüchtlingshilfe für die Patenschaft geworben. Wirtschaftsförderer Andreas Haubrichs nahm Kontakt zu Werdohler Unternehmen auf. Doch im Laufe der Corona-Pandemie seien vier Paten aus unterschiedlichen Gründen abgesprungen: „Die drei, die jetzt noch übrig sind, wollen aber weiter machen“, bedankt sich Dagmar Schulz bei den Ehrenamtlern.

Paten sollten viel Zeit mitbringen

„Es wäre schön, wenn wir die Anzahl der Paten verdoppeln könnten“, weist Stocks auf den vorhandenen Bedarf in. Allerdings sollten Interessenten genügend Zeit mitbringen, um die Schüler optimal unterstützen zu können. „Außerdem muss man sich auf die Jugendlichen einlassen können und Verständnis für ihre Lebensart aufbringen können“, stellt Dagmar Schulz fest.

Besondere Qualifikationen müssten die Paten, die einen Kooperationsvereinbarung mit der Gesamtschule eingehen, aber nicht mitbringen. Berufstätige, Ruheständler oder auch Studenten kämen in Frage. Andreas Haubrichs möchte noch einmal bei den Unternehmen die Werbetrommel rühren, um vielleicht diejenigen für das Ehrenamt zu gewinnen, die demnächst aus dem Berufsleben ausscheiden.

Schulung und Reflektionsgespräche

„Wer sich für dieses Ehrenamt interessiert, der ist nicht auf sich allein gestellt“, weist Dagmar Schulz auf eine Schulung hin, die zu Beginn der Tätigkeit angeboten werde. An drei Terminen, innerhalb von jeweils zwei bis drei Stunden gebe man den Paten wichtiges Rüstzeug mit auf den Weg. „Sie lernen zum Beispiel Konfliktgespräche zu führen“, erklärt die Mitarbeiterin des Märkischen Kreises. Darüber hinaus seien Reflektionsrunden geplant. „Und ich stehe als Ansprechpartnerin natürlich zur Verfügung unterstreicht Dagmar Schulz.

Die Aufgabenbereiche der Paten seien vielfältig. Für manche Jugendliche – die Teilnahme ist für sie freiwillig, die Eltern müssen mit dem Einsatz des Paten einverstanden sein – sei es vorteilhaft, „wenn sie noch einen Denkanstoß bekommen, damit sie ihre schulische Noten noch verbessern“, so Stocks. Darüber hinaus kann es um die Vermittlung von Informationen gehen, um so den passenden Ausbildungsberuf zu finden. Hilfe beim Schreiben von Bewerbungen oder die Vorbereitung auf Eignungstests oder Vorstellungsgespräche können ebenfalls Aufgaben für die Paten sein, die „ihren“ Schüler jeweils über ein Jahr hinweg begleiten. Auch die Vermittlung einer Probearbeitszeit, die kürzlich im Rahmen des Projektes erfolgt sei, kann den Jugendlichen ein großes Stück weiterhelfen.

Auf Handwerksberufe hinweisen

Wichtig sei, dass die Paten entweder in Werdohl wohnen – oder bereit sind, regelmäßig in die Stadt zu kommen, um sich hier mit ihren Schützlingen zu treffen. „Denn die Schüler sind in der Regel nicht mobil“, so Dagmar Schulz.

Bürgermeister Andreas Späinghaus begrüßt das Projekt. Er hofft, dass sich auch Paten finden, die aus dem Bereich Handwerk kommen. „Denn das ist bei vielen Jugendlichen in den Hintergrund gerückt. Eine Patenschaft wäre auch eine gute Gelegenheit, Jugendliche von den Vorteilen einer Ausbildung im Handwerk zu überzeugen.“

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