Wicherhaus Werdohl

Corona-Massenausbruch im Altenheim: Fünf Menschen gestorben

Im Wichernhaus Werdohl, einer Altenpflegeeinrichtung der Perthes-Stiftung, ist es vor einer Woche zu einem Massenausbruch von Corona gekommen.
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Im Wichernhaus Werdohl, einer Altenpflegeeinrichtung der Perthes-Stiftung, ist es vor einer Woche zu einem Massenausbruch von Corona gekommen.

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus sind weitere Bewohner des Altenhilfezentrums Wichernhaus verstorben. Dort hatte es vor mehr als einer Woche einen Massen-Anfall von Corona-Infektionen gegeben. Betroffen waren 31 der 67 Bewohner und 16 der rund 80 Mitarbeitenden.

Werdohl – Der Märkische Kreis hat am Montag gemeldet, dass über das Wochenende in Werdohl drei Personen im Zusammenhang mit Corona verstorben sind. Demnach wurde ein verstorbener 85-Jähriger im Klinikum stationär behandelt und beatmet. Eine 88-jährige und eine 93-jährige Dame verstarben in ihrer Pflegeeinrichtung.

Kreis-Pressesprecher Hendrik Klein erklärte auf Nachfrage der Redaktion am Montag, dass diese Nachricht zwei Personen aus dem Wichernhaus betreffe. Die dritte verstorbene Person stamme nicht aus dem Wichernhaus. Welche Personen das sind, dürfe er nicht sagen. Ganz genau zuordnen lassen sich diese Todesfälle – aus Gründen des Datenschutzes und des Persönlichkeitsrechtes – nicht.

Ralf Lohscheller, Verantwortlicher der Perthes-Stiftung für den Bereich, zu dem auch das Werdohler Wichernhaus gehört, sprach am Montag im Zusammenhang mit Corona von insgesamt fünf Todesfällen in der Einrichtung beziehungsweise im Klinikum. Bei einer Massentestung vor mehr als einer Woche waren bekanntlich knapp die Hälfte der Bewohner und knapp ein Viertel der Beschäftigten positiv getestet worden. Betroffen waren damals 31 der 67 Bewohner und 16 der rund 80 Mitarbeitenden (wir berichteten)

Eine 93-Jährige sei schon in einer palliativen Phase gewesen und in der Nacht von Donnerstag auf Freitag verstorben, so Lohscheller. Der jüngste Todesfall im Zusammenhang mit Corona habe sich am Montagmittag ereignet. Eine positiv getestete Person sei – mittlerweile symptomfrei – verstorben.

Nach Ansicht von Lohscheller sollte man in der Begrifflichkeit unterscheiden, ob jemand „an den Folgen von Corona“ oder „im Zusammenhang mit Corona“ versterbe. Im Falle der 93-Jährigen könne man sicher sagen, dass sich ihr Sterben seit einiger Zeit angekündigt habe und sie überdies positiv getestet worden war.

Weiterhin Besuchsverbot

Unter dieser Berücksichtigung spricht Lohscheller von insgesamt fünf Toten aus dem Wichernhaus im Zusammenhang mit der Massentestung. Am Montag waren erneut alle Bewohner und alle Mitarbeitenden in der Einrichtung einem Test unterzogen worden. Die Ergebnisse würden für Dienstag oder Mittwoch erwartet. Das vom Gesundheitsamt des Märkischen Kreises verhängte Besuchsverbot bestehe bislang unverändert.

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