B229 bleibt dicht

Weitere Baustelle: Werdohl droht nächster Verkehrsinfarkt

Werdohl – Gleich doppelt schlechte Nachrichten gibt es für die Autofahrer in Werdohl.

Werdohl – Gleich doppelt schlechte Nachrichten gibt es für die Autofahrer in Werdohl.

Der Landesbetrieb Straßen.NRW teilt nicht nur mit, dass in den Herbstferien eine neue Baustelle an der B 236 eingerichtet wird. Nein, es gibt auch massive Probleme an der Neuerader Straße (B 229), die in der kommenden Woche freigegeben werden sollte. Bis ins nächste Jahr könnten sich die Arbeiten dort verzögern. 

Ein Horror – insbesondere für die Lkw-Fahrer, die aufgrund der Sperrung einen Umweg von gut 40 Kilometern in Kauf nehmen müssen. 

Felssicherungen müssen erneuert werden

Auslöser für die Verzögerung an der Neuenrader Straße ist die Felswand, die sich westlich der Straße erhebt. Felsen hatten die Arbeiter schon bei der Verlegung der Versorgungsleitungen vor eine große Herausforderung gestellt. Dieses Mal liegt das Problem aber nicht unterirdisch, sondern in der Felswand oberhalb der Straße. „Alle Felssicherungen müssen neu gemacht werden. Sie sind defekt“, sagte Straßen.NRW-Sprecher Andreas Berg. Der Hang sei im Zuge der Bauarbeiten freigeschnitten worden. Bei der kürzlich erfolgten Kontrolle fiel das Problem auf. 

Für Straßen.NRW ist das nicht nur aufwendig, sondern auch ärgerlich: „Eigentlich waren wir bei der Neuenrader Straße im Zeitplan“, stellt Berg ernüchtert fest. Die Erneuerung der Sicherungen sorge dafür, dass sich die Fertigstellung mindestens bis Jahresende verzögert. Aber nur, wenn es bis dahin frostfrei bleibt. Wird es kalt, kann es auch sein, dass die Neuenrader Straße erst 2021 wieder geöffnet wird. 

Plettenberger Straße: Fahrbahndecke wird saniert

Lange vorher soll dagegen die neue Baustelle an der Plettenberger Straße (B 236) fertiggestellt sein. Etwa ab der ehemaligen Gaststätte Schröder soll auf einer Länge von 400 Metern am städtischen Bau- und Bringhof vorbei ungefähr bis zur Star-Tankstelle die Fahrbahndecke saniert werden. 

Ein 400 Meter langes Stück der B 236 soll ungefähr ab der ehemaligen Gaststätte Schröder saniert werden. Die Arbeiten sollen vom 12. bis 28. Oktober dauern. Eine halbseitige Verkehrsführung mit Ampel ist geplant.

In dem betroffenen Streckenabschnitt liegt die Brücke „Posten 40“, die die Bahnschienen überquert. „Für die Arbeiten wird es eine halbseitige Verkehrsführung mit Ampelregelung geben“, sagt Andreas Berg. Weitere Wartezeiten für Autofahrer sind gerade im Berufsverkehr also quasi garantiert. 

Arbeiten beginnen am 12. Oktober

Etwas mehr als zwei Wochen soll es dauern, bis die alte abgefräst und die neue Fahrbahndecke verbaut ist. Ein vom Landesbetrieb beauftragtes Unternehmen wird die Sanierung im Zeitraum vom 12. bis 28. Oktober durchführen. Im Zuge der Arbeiten werde wahrscheinlich auch der Gehweg in Teilen erneuert, sagte Berg. 

Verärgert über die Sanierung und den zu erwartenden Stau vor den Ein- und Ausfahrten seines Betriebsgeländes ist Axel Jakobi, Geschäftsführer von Fahrner Logistic. Resigniert und verärgert meint er dazu: „Straßen NRW – der Wahnsinn hat einen Namen.“

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