Weihnachtslichter: Es soll einmal noch leuchten

Das Auf- und Abbauen der Weihnachtsbeleuchtung und deren Unterhaltung kostet 16 000 Euro.

WERDOHL - Auf Antrag der SPD hat der Rat am Montag einstimmig beschlossen, dass es dieses Jahr wieder in der Werdohler Innenstadt weihnachtlich leuchten soll. Beinahe wären die Lichter gar nicht angegangen.

Unter den 65 Einsparmaßnahmen zum Solidarpakt Kommunalfinanzen war unter anderem einstimmig beschlossen worden, dass die Einzelhändler zur Hälfte an den Kosten der Weihnachtsbeleuchtung werden sollen. Dabei geht es laut Fachbereichsleiter Michael Grabs um insgesamt 16 000 Euro, die der adventliche Beleuchtungsschmuck Jahr für Jahr koste. In den 16 000 Euro stecke der nicht unerhebliche zeitliche und personelle Aufwand der Mitarbeiter des Bauhofes, die in Handarbeit die Beleuchtungskörper und Halterungen an den Straßenlaternen befestigen. Im „Preis“ von 16 000 Euro seien aber auch die Unterhaltungskosten der Beleuchtung und entsprechende Kleinreparaturen eingerechnet.

8000 Euro sollen laut Ratsbeschluss also die Einzelhändler zusteuern. Die Händler profitierten durch die Attraktivitätssteigerung der Innenstadt durch die Beleuchtung, also sollen sie sich auch an den Kosten dafür beteiligen. Bislang hätten die Einzelhändler sich noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt, weiß Michael Grabs. Ein entsprechendes Treffen sei erst im Dezember angesetzt, dann sollte die Beleuchtung ja schon in vollem Betrieb sein.

Die SPD hatte wohl in Kenntnis dieser Situation beantragt, die Einzelhändler dieses Jahr noch einmal von der Beteiligung freizustellen. Im kommenden Jahr solle dann eine Lösung gefunden werden, unter anderem soll die Beleuchtung begutachtet werden, ob nicht zum Beispiel energiesparende LED-Technologie zum Einsatz kommen könne.

Nicht zurückgenommen wurde der Beschluss, auf die im Stadtgebiet aufgestellten geschmückten Weihnachtsbäume ab sofort zu verzichten. Für diese Bäume und deren Aufstellen waren bislang jährlich 3600 Euro veranschlagt. - Volker Heyn

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