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Weihnachtsfeier in Corona-Zeiten: So läuft es in heimischen Unternehmen

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Von: Ines Engelmann

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Bis Weihnachten ist es nicht mehr weit. Doch die Corona-Zahlen rasen aktuell wieder in die Höhe. Für Firmen im Lenne- und Hönnetal bedeutet dies besondere Vorsicht bei der Planung der Weihnachtsfeier. Das bekommt auch die Gastronomie zu spüren.

Bei der Werdohler Firma Pumpen Brinkmann wurde früher mit mehr als 230 Mitarbeitenden und Ehemaligen gefeiert. In diesem Jahr sieht das anders aus. Es wird keine große Weihnachtsfeier geben. „Es ist wirklich schade, denn so kamen wir auch mal mit Kollegen ins Gespräch, mit denen wir sonst weniger Kontakt haben“, sagt Mitarbeiterin Martina Schmiedel. Doch die Gesundheit aller sei wichtiger als eine Weihnachtsfeier. Ein kleiner Trost: Die einzelnen Abteilungen können noch entscheiden, ob sie Weihnachtsfeiern im kleinen Kreis veranstalten.

Auch bei der Echterhage Holding in Neuenrade wird es in diesem Jahr keine große Weihnachtsfeier geben. „Eine Feier mit über 200 Personen scheint uns im Moment einfach zu riskant. Bei einem großen Personalausfall ist uns auch nicht geholfen“, sagt Geschäftsführer Jürgen Echterhage. Für diese Entscheidung habe zudem die politische Diskussion zum Thema 2G eine Rolle gespielt. „Einige Mitarbeiter und Ehemalige hätten dann eventuell nicht teilnehmen können“, so Echterhage. Leicht fiel die Absage des beliebten Festes beim Produktionsunternehmen dennoch nicht. Echterhage: „Schon im vergangenen Jahr konnte die Feier nicht stattfinden. Aber eine große Feier ist im Moment einfach nicht kontrollierbar.“ Auch bei Echterhage werde derzeit in den einzelnen Abteilungen über eine kleine Alternative nachgedacht.

Personalmangel: Café Karl geschlossen

Dass Unternehmen auf große Weihnachtsfeiern verzichten, bekommt Echterhage auch auf anderem Wege zu spüren. Denn die Firma hat zusätzlich zwei Restaurants. Während das Café Karl am Stadtgarten aufgrund von Personalmangel schließen musste, hat das Restaurant Ikarus am Flugplatz in Küntrop weiter geöffnet. Dort gebe es laut Geschäftsführer Echterhage zwar Reservierungen für die Weihnachtszeit, aber im Vergleich zu anderen Jahren sei die Situation sehr verhalten. „Das ist nicht mehr vergleichbar mit früher“, sagt Echterhage. Dass dieses Weihnachtsfest kein großes wird, das spürt auch Mirko Staniic, der Inhaber von Haus Padberg in Balve. Auch in seinem Restaurant gibt es in diesem Jahr nicht so viele Reservierung wie früher. „Die Leute sind vorsichtig“, sagt Mirko Staniic.

Daniel Wingen, Geschäftsleiter der Drahtwerke Elisental in Neuenrade bedauert, dass in diesem Jahr auch seine Firma keine große Feier anbieten kann. Früher wurde immer eine kombinierte Weihnachts- und Jubilarfeier mit mehr als 130 Personen veranstaltet, „sodass die Jubilare im Beisein aller Elisentaler geehrt wurden“. Dennoch fiel die Entscheidung, die Feier ausfallen zu lassen, letztlich leicht. „Wir wollten kein Risiko eingehen, auch wenn bis auf wenige Ausnahmen die Belegschaft geimpft ist“, sagt Daniel Wingen.

Lage hat sich verschlechtert

Beim Präzisionsdrehteile-Hersteller Julius Klinke in Neuenrade warten die Verantwortlichen derzeit die Corona-Situation noch ab. „Wir möchten gerne auch in diesem Jahr feiern, aber die Pandemielage hat sich in den letzten Tagen sehr verschlechtert. Noch haben wir die Weihnachtsfeier auf dem Plan, wenn es aber nicht kurzfristig besser wird, werden wir darauf aus Sicherheitsgründen leider verzichten müssen“, sagt Geschäftsführer Alexander Klinke. Circa 260 Personen feierten früher bei Klinke das Weihnachtsfest.

Etwas entspannter blicken die Zuständigen bei Wortmann Massivholztreppen in Balve auf die Weihnachtszeit. Der Geschäftsführer Christopher Wortmann wartet die aktuelle Lage noch ab, um sich und die 20 Mitarbeiter nicht zu gefährden. „Unser Wunsch ist es aber, dass wir etwas zusammen machen.“ Was genau gemacht werden soll, werde spontan entschieden. „Und wenn wir nur den Grill anschmeißen und ein Bier trinken, dann ist das besser als nichts“, sagt Christopher Wortmann. Eigentlich würden sie lieber wieder mit den Familienangehörigen in einem Restaurant am Büfett schlemmen, „doch das kneifen wir uns dieses Jahr lieber.“

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