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Weihnachtsbesuch im Seniorenheim: Diese Regeln gelten

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Von: Carla Witt

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Freuen sich auf Besucher an den Festtagen und die interne Weihnachtsfeier: (von links) Susanne Thöne, Leiterin des Seniorenheims Haus Verstal, und der Heimbeirat Gerhard Schirmer, Hildegard Steif, Hans Kreutz und Lieselotte Gottwald.
Freuen sich auf Besucher an den Festtagen und die interne Weihnachtsfeier: (von links) Susanne Thöne, Leiterin des Seniorenheims Haus Verstal, und der Heimbeirat Gerhard Schirmer, Hildegard Steif, Hans Kreutz und Lieselotte Gottwald. © Witt, Carla

Die Seniorenheime bereiten sich auf das nächste Weihnachtfest unter Corona-Bedingungen vor. Besuch ist in diesem Jahr zwar willkommen, muss sich aber an Regeln halten. Zudem geht die Angst vor Omikron-Einschränkungen um.

„Wir sind sehr froh, dass wir momentan Besucher empfangen dürfen. Gerade an den Feiertagen ist das für viele hier sehr wichtig“, stellt Gerhard Schirmer fest. Der Senior gehört dem Heimbeirat der Senioreneinrichtung Haus Versetal in Pungelscheid an. Das Thema „Corona“ ist auch dort kurz vor dem Weihnachtsfest allgegenwärtig.

Susanne Thöne leitet das Seniorenheim Haus Versetal – und lobt die Angehörigen der Bewohner ausdrücklich: „Wir im Märkischen Kreis sind doch wirklich vorbildlich. Sehr viele Besucher sind schon geboostert.“ Doch auch nicht immunisierte Menschen dürfen zu Besuch kommen. „Wichtig ist unabhängig vom Impfstatus: ohne ein aktuelles, negatives Testergebnis darf hier niemand rein“, unterstreicht die Leiterin der Senioreneinrichtung. Viele Besucher würden schon einen Nachweis von einer zertifizierten Teststelle mitbringen. „Dafür sind wir sehr dankbar. Und dafür, dass sich Besucher vorab anmelden“, unterstreicht Susanne Thöne.

Fiebermessen und Kontrolle des Testnachweises

Ansonsten könne es durchaus zu längeren Wartezeiten kommen, insbesondere, wenn mehrere Gäste gleichzeitig im Haus Versetal eintreffen. Denn: Um die Bewohner vor einer Covid-Infektion zu schützen, müssen sich diese nicht nur am Empfang anmelden, auch das Fiebermessen und natürlich die Kontrolle des Testnachweises ist Pflicht. „Für diejenigen, die vorab keine Gelegenheit haben eine Teststelle zu besuchen, bieten wir hier im Haus diese Möglichkeit an“, erklärt Thöne.

Ein Bewohner dürfe maximal zehn immunisierte Besucher gleichzeitig empfangen: sind die Gäste nicht geimpft oder genesen, dürfen sie einem Senior oder einer Seniorin maximal zu zweit einen Besuch abstatten.

Bewohnern soll Teilhabe am Leben ermöglicht werden

„Für uns ist es wichtig, unseren Bewohnern die Teilhabe am Leben umfassend zu ermöglichen“, sagt die Leiterin der Einrichtung. Deshalb komme man Gästen nicht nur bezüglich der Testmöglichkeit entgegen, sondern auch, was die Besuchszeiten in der Einrichtung angeht. „Die Angehörigen dürfen an den Weihnachtsfeiertagen kommen, wann sie möchten.“ Und selbstverständlich könnten die Bewohner das Haus auch verlassen, um einen oder auch mehrere Tage im Kreis ihrer Familie zu verbringen. „Das ist überhaupt kein Problem. Wenn sie zurückkommen, werden sie eben an sechs aufeinanderfolgenden Tagen auf das Corona-Virus getestet“, unterstreicht Susanne Thöne. Ansonsten würden die immunisierten Bewohner drei Mal wöchentlich getestet.

Dass es vor Weihnachten keine zusätzlichen coronabedingten Einschränkungen gibt, ist aus Sicht des Heimbeirats und der Einrichtungsleiterin ein Glücksfall. „Wir freuen uns auf Besucher und auch auf unsere interne Weihnachtsfeier an Heiligabend“, erklärt Thöne. Stattfinden soll zudem die interne Party am letzten Tag des Jahres 2021 – mit Silvester-Bingo und einer Überraschung, die als Feuerwerk-Alternative geplant ist. Susanne Thöne verspricht außerdem augenzwinkernd „Bowle, Sekt und alles, was noch so dazu gehört“.

Sorge um die weitere Pandemie-Entwicklung

Die erwarteten schönen Stunden können die Sorge um die weitere Pandemie-Entwicklung aber nicht gänzlich verdrängen. „Wir machen uns schon Gedanken um die Corona-Mutation Omikron“, stellt die Einrichtungsleiterin fest. Die Mitglieder des Heimbeirats nicken bestätigend; niemand möchte erneut wochenlang auf den Besuch der Angehörigen verzichten.

Auch im Evangelischen Altenhilfezentrum Wichernhaus sind an den Feiertagen Besucher willkommen. In der Einrichtung am Rader Weg werden für Gäste täglich jeweils für einen festgelegten Zeitraum von jeweils zwei Stunden Schnelltests angeboten – auch am Wochenende und Weihnachten. „Dieses Angebot ist uns wichtig, im Sinne unserer Bewohner“, unterstreicht Birgit Frerkes, kommissarische Leiterin des evangelischen Altenhilfezentrums. Testzeiten und weitere Informationen sind auf der Internetseite der Einrichtung unter www.wh-werdohl.de zu finden.

Vorfreude auf Weihnachtsfeiern

Auf interne Weihnachtsfeiern dürften sich die Menschen, die im Wichernhaus wohnen, ebenfalls freuen. „Wir leben in einer großen Gemeinschaft. Und gerade in dieser schwierigen Zeit sind dort Weihnachtsfeiern besonders wichtig“, erklärt Birgit Frerkes. Manche Bewohner des Wichernhauses seien zudem nach wie vor sehr informiert. „Sie verfolgen regelmäßig und aufmerksam das Tagesgeschehen“, erzählt die Leiterin des Hauses. „Und gerade diese Menschen blicken momentan – wie viele andere auch – natürlich mit Sorge und Anspannung in die Zukunft.“

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