Normaler Dienst statt Weihnachtsschmaus

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Am ersten Weihnachtsfeiertag hat das Team der Rettungswache seinen 24 Stunden-Dienst angetreten (von links): Florian Tremblau, Fabian Wagener, Henning Grote, Marcus Jännert und Thomas Limburg.

Werdohl - Während die meisten Menschen die Geburt Jesu und das Weihnachtsfest im Kreis der Familie feiern, geht der Alltag bei der Polizei oder im Rettungsdienst unvermindert weiter.

Doch eigentlich unterscheidet sich der Dauerdienst an den Feiertagen gar nicht so sehr von einem normalen Werktag: Das bestätigen sowohl die beiden Polizisten Andreas Schwarzpaul und Corinna Baukhage, als auch das fünfköpfige Einsatzteam des Rettungsdienstes.

„Für uns gibt es keinen Unterschied zwischen Sonntag und Montag oder ob wir nun den 25. Dezember oder den 1. Januar haben“, so Polizeioberkommissar Schwarzpaul. Die Feiertage seien aber bislang relativ ruhig verlaufen. „Das habe ich auch schon anders erlebt“. Im Laufe des Heiligen Abends habe es lediglich einen normalen Verkehrsunfall und eine Unfallflucht gegeben. Neben den üblichen Einsätzen, wie Streitereien oder Ruhestörungen an den Feiertagen, sind auch Wohnungseinbrüche immer wieder ein Thema, das vor allem in die dunkle Jahreszeit fällt. In dieser Hinsicht unterstreicht Andreas Schwarzpaul die Vorteile einer gut funktionierenden Nachbarschaft: „Macht Euch mal die Mühe, den Nachbarn kennenzulernen und aufeinander aufzupassen.“ Dies möchte der Polizeibeamte dann auch gerne als Weihnachtswunsch verstanden wissen.

Was die Dekoration angeht, mutet die Polizeiwache am Bahnhof wenig weihnachtlich an. Lediglich ein übriggebliebener Schokoladennikolaus könnte daran erinnern, dass es eigentlich eine besinnliche Zeit sein soll.

Für die beiden Polizeioberkommissare Andreas Schwarzpaul und Corinna Baukhage ist der Einsatz an den Feiertagen ein Dienst wie jeder andere auch.

In dieser Hinsicht hat das Team der Rettungswache die Nase vorn. Im Aufenthaltsraum steht immerhin ein geschmückter Weihnachtsbaum. Dass dieser von Männerhand verziert worden ist, lasse sich nicht leugnen: „So krumm und schief wie der ist“, sagt Marcus Jännert.

Seit einem Jahr ist die Rettungswache permanent von einer fünfköpfigen Mannschaft im 24-Stunden-Dienst besetzt. Damit können zwei Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug vorgehalten werden. Doch von dem Weihnachtsschmuck und einem besonderen Festessen (in diesem Jahr steht Spießbraten mit Kartoffeln, Endiviensalat und einem Nachtisch auf dem Speiseplan) einmal abgesehen, unterscheidet sich auch dort nichts von einem normalen Einsatz.

„Ob wir mehr oder weniger arbeiten, als an einem gewöhnlichen Tag, lässt sich nicht sagen und spielt für unsere Arbeit auch gar keine Rolle“, so Rettungsassistent Fabian Wagener. „Am besten geht es uns natürlich, wenn es den Leuten gut geht. Dann sind auch wir glücklich an den Festtagen“, betont Marcus Jännert.

Obwohl das Team der Rettungswache jedem Menschen in jeder erdenklichen Notsituation zur Seite steht, möchte Jännert darauf hinweisen, dass auch der ärztliche Notdienst unter der Telefonnummer 11 61 17 rund um die Uhr zu erreichen sei und zum Beispiel bei einem grippalen Infekt weiterhelfen könne.

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