Weiberfastnacht Erfolg für kfd-Theaterspatzen

Pater Irenäus kam als Kreuzritter verkleidet und sang beim Thekenteam aus voller Kraft mit.

Werdohl - „So Mädels, wir spielen heute Klassik“ – „Och nö!“– „Was nö? Goethe, Schiller, Shakespeare...“ – „Was für’n Bier?“– „Ihr seid nicht so begeistert? Na schön, dann eben Sketche!“ Und was für welche! Die Theaterspatzen der kfd hatten an Weiberfastnacht wieder viele Lacher im Programm.

Von Kristina Schlömer

Unter dem Motto „Ein Kessel Buntes“ hatten die Frauen bereits seit Ende des vergangenen Jahres eine Menge Sketche, Einzelvorträge und Lieder eingeübt, die sie am Donnerstag im Großen Pfarrsaal St. Michael zum Besten gaben. Dieses Jahr bereicherten die Neuzugänge Susanne Martin und Cordula Zeh-Martin die nun zwölfköpfige Theatergruppe. Die Stücke schrieb wie immer Brunhilde Legien.

Die Karten waren mal wieder schon lange im Voraus ausverkauft und auch die Schlange der wartenden Frauen, die schon seit dem frühen Nachmittag auf Einlass warteten, zog sich bis vor die Tür. Als um 17.11 Uhr das Programm startete, waren alle Piratinnen, Marienkäferchen, Bergsteigerinnen und Bienen in bester Laune und gespannt auf die diesjährige Show.

Und die hatte es in sich. Die Frauen stellten zunächst ihr Programm mit einem Lied und wie immer in Clownskostümen vor. Es folgten wertvolle Tipps zur Kindererziehung und kreative Ideen der Hutmode. Auch aktuelle Themen wurden nicht verschont: So kam die Bahn wegen eines Idioten zu spät und die Bürgermeisterin wurde wegen ihrer Laternenpolitik kritisiert.

Ein besonderes Highlight war eine neue Fortsetzung von „Waltraud und Mariechen“, dem Klassiker der Theaterspatzen mit zwei schrulligen alten Damen. Die mussten für zwei Jahre pausieren, bis sie wieder ins Rampenlicht durften und das Publikum hatte sie schon sehnsüchtig erwartet.

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Karneval bei St. Michael Werdohl / Neuenrade

Die Stimmung kam auf einen weiteren Höhepunkt, als drei Theaterspatzen in geschrumpfter Version, als eine Art Puppentheater, einige Tänze aufführten, die wirklich zum Schreien komisch waren und mit bekannten Liedern alle Frauen mitrissen. Für die Musik sorgte wie immer Werner Bürgel, der nicht nur die Show auf der Bühne tatkräftig unterstützte, sondern auch die Frauen im Saal den ganzen Abend lang zum Singen, Schunkeln und Tanzen brachte.

Der Publikumsfavorit der Show war ohne Frage der Sketch „Wenn ich nicht auf der Bühne wär“. Dabei sangen die Frauen von ihren unerfüllten Berufswünschen und mussten dabei ein gutes Taktgefühl beweisen, um niemanden bei der abgestimmten Choreografie zu verletzen. Doch auch die Zuschauerinnen mussten ihren Beitrag leisten. Als der Diva auf der Bühne die Mandolinen fehlten, musste schon mal das Publikum mit á capella-Mandolinen improvisieren.

Abgeschlossen wurde das Programm traditionell mit der Hitparade. Dieses Jahr dabei waren unter anderem Boney M, Helene Fischer und jede Menge Hippies.

Wer also noch Karten bekommen hat für den heutigen Karnevalssamstag, an dem ein Auszug des Programms vorgetragen wird, oder Veilchendienstag, an dem das gesamte Programm wiederholt wird, kann sich glücklich schätzen. Die kfd- Frauen haben wirklich etwas Tolles aus dem Hut, Verzeihung, Kessel gezogen.

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