Eine Senftube schunkelt mit Witwe Bolte

Die Frauen nutzten die Pausen zwischen den Aufführungen für ein Tänzchen. - Foto: Peuckert

Werdohl -  Bereits vor dem offiziellen Beginn der Weiberfastnachts-Party herrschte im Pfarrsaal St. Michael beste Karnevalsstimmung. Die kfd-Frauen hatten eingeladen und viele weibliche Faschingsfans waren dem Aufruf gefolgt. An langen Tischen hatten Mexikanerinnen neben Witwe Bolte, einer Senftube, Punkern, Fußballfeldern und Harlekins Platz gefunden. Glockenklänge läuteten schließlich den Beginn des Programms der Theaterspatzen ein.

Mit Laternen in der Hand betraten die Darsteller in Clownskostümen den Saal. Es wurde ganz still. „Ich gehe mit meiner Laterne durch das dunkle Werdohl“, stimmten die Spatzen an. In dem umgeschriebenen Kinderlied nahmen die Schauspielerinnen unter anderem die Parksituation aufs Korn. „Ob Schuhe, Wurst oder Brötchen, bestimmt die Parkzeit. Auf die Frage wie gehts heist’s: Meine Parkzeit ist um.“

Im weiteren Verlauf des Programms suchten die Darstellerinnen in einer Rateshow den dümmsten Mann Deutschlands, führten zu orientalischen Klängen einen Fächertanz auf, thematisierten in einer Gerichtsverhandlung das Thema Beschneidung des Schlipses, präsentierten Bräute, die kurz vor der Hochzeit die Flucht ergreifen, erzählten von Emma, dem sauerländischen Urgestein, zeigten einen Old-Lady-Tanz und nahmen Kontakt zum Mann aus dem All auf.

Zwischen den einzelnen Vorspielen nutzten die Besucherinnen die Zeit, ausgelassen zu feiern. Zu Stücken wie „Rot, rot, rot, rot sind die Rosen“, „Da sind wir dabei“ und „Schatzi schenk mir ein Foto“ hielt es kaum noch jemanden auf den Sitzen. Laut sangen die Frauen die Texte mit, schunkelten, tanzten auf den freien Flächen und auf den Stühlen. Zur Stärkung gab es ein buntes Büfett mit Frikadellchen, Obst, Käse, Knabbereien und schließlich Kartoffelsalat und Würstchen.

Werner Bürgel begleitet den Abend musikalisch und sorgte dafür, dass bei den Frauen keine Langeweile aufkam.

Von Jana Peuckert

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