Weggang des Realschulleiters: Voßloh weist SPD-Kritik zurück

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Bürgermeisterin Silvia Voßloh.

Werdohl - Bürgermeisterin Silvia Voßloh widerspricht den Vorwürfen der SPD, sie habe dem Rat bewusst die Nachricht über den Weggang von Realschulleiter Sascha Koch vorenthalten.

In einem Fax vom 15. Dezember von der Bezirksregierung an die Stadt Werdohl habe es lediglich geheißen, dass in der Schulleitung der Realschule „voraussichtlich“ zum 1. Februar eine Vakanz bevorstehe. Der Name Koch sei nicht genannt worden. 

Die Bezirksregierung hatte in diesem Schreiben bei der Stadtverwaltung nachgefragt, wie sich die aktuellen Schülerzahlen an der Realschule darstellten. Diese Zahlen seien geliefert worden. Der Hinweis der Bezirksregierung auf eine „voraussichtliche Vakanz“ in der Schulleitung habe für sie nicht den Charakter einer offiziellen Mitteilung gehabt. Voßloh: „Das ist für uns damals keine Tatsache gewesen.“ 

Begriff der Informationsweitergabe eng ausgelegt

Die Bürgermeisterin zieht sich dabei auf einen sehr eng ausgelegten Begriff der Informationsweitergabe zurück. Sie habe deshalb keinen Grund gehabt, so sagte sie am Dienstag, den Fraktionen etwas mitzuteilen, was nicht bestätigt sei. Gern hätte sie Sascha Koch in aller Form verabschiedet, aber selbst über dessen bereits erfolgten Wechsel nach Attendorn habe sie keine Mitteilung bekommen. 

Warum weder der Fachbereichsleiter noch die Bürgermeisterin aus eigenem Interesse heraus dem Hinweis der Bezirksregierung auf einen Wechsel in der Schulleitung nachgegangen sind, bleibt offen. 

Vermutungen der SPD, die Stadtverwaltung müsse über eine Ernennung der kommissarischen Ulrike Schulleiterin Schulte-Schürholz in Kenntnis gesetzt worden sein, wies die Bürgermeisterin zurück. Die erfahrene Lehrerin sei schon vor Jahren als Konrektorin bestellt worden und übernehme in dieser Funktion automatisch die Vertretung der Schulleitung. 

Von daher träfe keiner der Kritikpunkte der SPD zu, so Voßloh.

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