Als Patienten die Stadtklinik nutzen

Voßloh: „Unser Krankenhaus lange behalten“

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Der Förderverein kümmerte sich immer um Belange der Stadtklinik. 

Werdohl – Bürgermeisterin Silvia Voßloh hat an die Werdohler und Neuenrader appelliert, die Stadtklinik als Patienten zu nutzen und nicht andere Krankenhäuser zu bevorzugen.

Im Zusammenhang mit der drohenden Schließung des Marienhospitals in Letmathe sagte Voßloh: „Es ist wichtig, dass das Haus auch von allen Einwohnern angenommen wird.“ Geschäftsführung und Aufsichtsrat der Märkischen Kliniken hatten bekanntlich angekündigt, das Letmather Haus aus Kostengründen schließen zu müssen. 

Für die Stadtklinik Werdohl, die zu den Märkischen Kliniken gehört, gebe es keine Bestandsgarantie. Voßloh beobachtet diese Entwicklung mit Sorge und Anteilnahme: „Schnelle Hilfe in Notfällen braucht jeder.“ Mit den Letmather Bürgern zeigte sie sich solidarisch, jede Schließung führe zu Betroffenheit. 

„Ich hoffe und wünsche, dass wir unser Krankenhaus noch lange behalten können“, sagte sie auf Nachfrage unserer Redaktion. Die Geriatrie an der Stadtklinik sei eine sehr gute Abteilung, sie habe die Arbeit dort im Familienkreis als positiv erlebt. „Es ist phänomenal, was die Abteilung leistet.“ 

Die Geriatrie sei ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Stadtklinik. Sie erinnerte daran, dass die Märkischen Kliniken noch erst vor kurzer Zeit sehr viel Geld in die Geriatrie und in den Ausbau der Parkplätze gesteckt haben. Das wertete sie als ein positives Zeichen, man investiere gemeinhin nicht in etwas, was man schließen wolle. Klinikum-Aufsichtsratsvorsitzender Detlef Seidel hatte davon gesprochen, dass die Stadtklinik zunächst zwei Jahre „Ruhe“ habe. 

Wenn in dieser Zeit die Defizite nicht eingefangen werden könnten, werde sich die Geschäftsführung auch über die Zukunft des Werdohler Hauses Gedanken machen müssen. Seidel ist Werdohler, Kreistagsmitglied, CDU-Parteivorsitzender der Stadt und Ratsmitglied. 

Gegner der Schließung des Letmather Hauses haben zu einer Protestkundgebung für den heutigen Samstag aufgerufen. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr auf dem Edeka-Parkplatz gegenüber der Klinik. Gegner der Schließung finden sich über alle Parteigrenzen hinweg.

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