SPD Werdohl

Wechsel an der Parteispitze: Björn Walocha führt die SPD

Björn Walocha führt die Werdohler SPD.
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Björn Walocha führt die Werdohler SPD

Im Schnellverfahren und hinter verschlossenen Türen hat der SPD-Ortsverein Werdohl einen Wechsel an seiner Spitze vorgenommen und eine Kandidatin für die Landtagswahl im nächsten Jahr nominiert.

Werdohl – Dass die Presse außen vor blieb, hänge mit der Corona-Pandemie zusammen, erklärte der bisherige Vorsitzende Udo Böhme auf Nachfrage.

Der SPD-Ortsverein, der seine eigentlich schon für April geplante Jahreshauptversammlung wegen der Pandemie verschoben habe, sei wegen der parteiinternen Fristen zur Aufstellung von Bewerbern um die Landtagskandidatur unter Zeitdruck geraten, erklärte Böhme. Nur aus diesem Grund und wegen der im Gesetz verankerten verfassungsrechtlich garatierten Parteifreiheit habe die Stadt Werdohl die Durchführung der Versammlung überhaupt erlaubt. Auf Anraten des Ordnungsamtes habe die SPD jedoch keine Pressevertreter zur Versammlung eingeladen.

Jüngere Generation frühzeitig heranführen

Über die Ergebnisse der Wahlen und den Verkauf der Versammmlung berichtete die SPD anschließend in einer Pressemitteilung. Demnach haben die Sozialdemokraten einen Wechsel an der Parteispitze vollzogen. Nach vier Jahren trat der bisherige Vorsitzende Udo Böhme nicht mehr an. Er werde im Jahr 2022 aus dem Berufsleben aussscheiden, sagte der 60-Jährige auf Nachfrage der Redaktion, und habe das Bedürfnis, seine Freizeit dann unabhängig von einem Terminkalender gestalten zu wollen. Deshalb sei jetzt der richtige Zeitpunkt gewesen, „die jüngere Generation frühzeitig heranzuführen“.

Zum neuen Vorsitzenden wählte die SPD den 44-jährigen Björn Walocha, der seit März 2017 bereits stellvertretender Vorsitzender gewesen war. „Als selbstständiger Elektrotechniker kann ich mir meine Zeit gut einteilen“, begründete Walocha im Gespräch mit der Redaktion, warum er sich auch das Amt des Vorsitzenden zutraut.

Neue stellvertretende Vorsitzende wurde laut Mitteilung der SPD die erst 18-jährige Ilayda Dogan. In den weiteren Vorstandspositionen habe es keine Veränderungen gegeben. So seien Marion Gierse (Kassiererin), Jana Gester (stellvertretende Kassiererin), Jan Vidal Canas (Schriftführer) und Nadina Kuschmiersz (stellvertretende Schriftführerin) wiedergewählt worden. Der neue Vorsitzende Walocha fand, dass der Vorstand mit einem Durchschnittsalter von 34 Jahren alle Altersgruppen gut repräsentiere.

Zu Beisitzern wurden laut Pressemitteilung neben dem bisherigen Vorsitzenden Udo Böhme noch Markus Schulte, Fehmican Cabuk und Jannis Schupp gewählt.

Nadine Kuschmiersz soll Landtagskandidatin werden

Schließlich schickten die Werdohler Sozialdemokraten auch noch eine eigene Bewerberin um die Kandidatur für ein Landtagsmandat im Mai 2022 ins Rennen. Ihre Wahl fiel auf die 43-jährige Nadine Kuschmiersz. Sie arbeitet als Dozentin für Deutsch und Englisch an der VHS Lennetal.

Kuschmiersz wird sich dem parteiinternen Wettbewerb mit der Iserlohner Bewerberin, der Grundschulleiterin Anja Ihme, stellen müssen, die Unterstützung aus den Ortsvereinen Iserlohn-Zentrum und Hennen-Kalthof und möglicherweise auch aus den drei anderen Iserlohner Ortsvereinen bekommt. Offen ist, wer mit den Delegiertenstimmen aus den Ortsvereinen Altena und Nachrodt-Wiblingwerde rechnen kann. Der SPD-Unterbezirk Märkischer Kreis wählt die Landtagskandidaten für die drei Wahlkreise am 26. Juni.

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