We-Ki: Engagement soll ein Gesicht bekommen

Warten auf die Vorschläge: Stadtjugendpfleger Michael Tauscher (von links), Jugendamtsleiterin Sybille Dworschak, die Leiterin des Familienzentrums Budenzauber Karina Wionsek und der Leiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes Marco Malcherek-Schwiderowski.

WERDOHL ▪ Die Nachbarin, die täglich eine halbe Stunde auf den Nachwuchs aufpasst, wenn die Eltern noch arbeiten müssen, die ehrenamtlichen Helfer, die bei Werdohler Kinderspaß Brötchen schmieren, oder der Verein, der sich mit besonderen Aktionen für das Wohl der Kinder und Jugendlichen in der Stadt einsetzt: All jene haben Jugendamtsleiterin Sybille Dworschak und ihr Team im Sinn, wenn es um die Auslobung des Werdohler Kinder Preises (We-Ki) geht. „Beispielhaftes Engagement in Werdohl soll ein Gesicht erhalten“, sagt Sybille Dworschak.

Mit diesem Preis, der auf eine Initiative der CDU-Fraktion im Jugendhilfeausschuss zurück geht, soll „besonders anerkennenswerter Einsatz für Kinder und Jugendliche in Werdohl öffentlich gelobt, ausgezeichnet und anerkannt werden“, erklärte Sybille Dworschak gestern im Rahmen eines Pressegespräches.

Ab heute sind alle Werdohler aufgerufen, besonders gute Projekte zu benennen oder Nachbarn, Freunde oder Bekannte vorzuschlagen, die sich für Kinder und Jugendliche in der Stadt an der Lenne stark machen. Das können – so die Jugendamtsleiterin – die kleinen, liebenswerten Dinge in Form von Nachbarschaftshilfe sein, die oft gar nicht öffentlich kommuniziert werden, aber auch größere Projekte beispielsweise aus den Bereichen Bildung, Kultur oder Antidiskriminierung, mit denen Kinder und Jugendliche gefördert werden.

Wer andere oder sich selbst benennen will, kann sich im Jugendamt der Stadt Werdohl melden. Die Zustimmung der Vorgeschlagenen ist Voraussetzung. Ansprechpartner für die Aktion sind Karina Wionsek, Leiterin des Familienzentrums Budenzauber, Tel. 18 18 21; der Leiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes, Marco Malcherek-Schwiderowski, Tel. 91 72 59; Stadtjugendpfleger Michael Tauscher, Tel. 5 06 97 14 und Jugendamtsleiterin Sybille Dworschak. Bis Ende November haben die Werdohler die Möglichkeit, Vorschläge zu machen. Im Rahmen der Jugendhilfeausschusssitzung im Januar oder Februar sollen die Preisträger benannt werden. „Wir wollen zunächst einmal abwarten, wie viele Bewerbungsvorschläge eingehen. Mir wäre es natürlich am liebsten, wir würden mit Bewerbungen überhäuft. Dann entscheiden wir, wie die Würdigung im Einzelnen ausfallen soll“, erklärte Dworschak. Auch Unternehmen, Privatpersonen und Initiativen, die einen We-Ki-Preis spenden wollen, können sich bei der Jugendamtsleiterin und ihrem Team melden.

Dworschak will zudem alle Tageseinrichtungen und Grundschulen im Stadtgebiet anschreiben, um auch hier für den Werdohler Kinderpreis zu werben und die Mitarbeiter zu sensibilisieren. Schließlich falle in diesen Institutionen das besondere Engagement für Jungen und Mädchen besonders auf.

Von Ute Heinze

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