WBG-Aktion: „Licht statt Westpark“

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„Licht statt Westpark“ – der stellvertretende WBG-Fraktionsvorsitzende Torsten Hänel mit dem Wahlwerbegeschenk seiner Fraktion, einer kleinen Taschenlampe.

Werdohl - Die WBG-Fraktion beschäftigt sich schon seit Jahren mit den Themen Straßenbeleuchtung und Energieeinsparmöglichkeiten. Die neue WBG-Mannschaft, die zur Kommunalwahl am 25. Mai antritt, hatte sich deshalb schon im Januar eine entsprechende Wahlkampfinitiative ausgedacht und 1000 Mini-Taschenlampen mit der Aufschrift „Licht statt Westpark“ produzieren lassen. Die kleinen Lämpchen werden heute das erste Mal am WBG-Infostand auf dem Brüninghaus-Platz verteilt.

Zur Abstimmung am Montag im Rat über den Bürgermeister-Vorschlag, die Nachtabschaltung auf zwei Stunden zu reduzieren, gibt die WBG-Fraktion eine Stellungnahme ab. Dort heißt es: „Die Umsetzung des Sparpakets wurde von allen Parteien und der WBG mitgetragen. Doch konnten die Auswirkungen einzelner Punkte, im Besonderen die nächtliche Beleuchtungsabschaltung von 0 bis 4 Uhr und die daraus resultierenden Ängste, Sorgen und Gefahren nicht in letzter Konsequenz im Vorfeld erkannt werden. Seit Einführung der Nachtabschaltung, im Juli 2013, kam es immer wieder zu Beschwerden und Anregungen der Bürger. Wir haben diese aufgegriffen und trotz vieler Widerstände öffentlich gemacht. Dafür mussten wir unberechtigte Kritik der Ratsfraktionen einstecken.“

Thorsten Hänel und Volker Oßenberg schreiben: „Ziel der WBG war und ist es die Straßenbeleuchtung komplett auf energiesparende Leuchtmittel umzustellen und dadurch mittelfristig die Nachtabschaltung rückgängig zu machen. Im Gegensatz zu Wahlkampfgeschenken und Wahlversprechen setzt die WBG auf eine solide Finanzierung, damit die Ziele aus dem Stärkungspakt nicht gefährdet sind und die Handlungsfähigkeit der Stadt nachhaltig erhalten bleibt.“

Die von der Verwaltung vorgelegten Zahlen vom 28. März (wir berichteten) lassen Mehreinnahmen aus der Nachtabschaltung von etwa 29 000 Euro jährlich erwarten. Die WBG meint dazu: „Diese ermöglichen folgerichtig eine Halbierung der Abschaltzeiten! Ein erster Schritt in die richtige Richtung!“

Die finanzielle Belastung zukünftiger städtischer Haushalte könne nach Meinung der WBG weiter reduziert werden, wenn auf den geplanten Westpark verzichtet würde. Die hierfür eingeplanten Mittel (Eigenanteil der Stadt ca. 70 000 Euro zuzüglich Bewirtschaftungskosten) könnten für die Umrüstung der Beleuchtung an den Bundesstraßen (ca. 162 000 Euro) eingesetzt werden. Oßenberg und Hänel meinen: „Zumal die Errichtung des Westpark mit seiner Lage als Ausgleichsgebiet der Lenne und dem optischen Zustand seines Umfelds (ehemaliger Schützenplatz) mehr als kritisch zu betrachten ist. Zusätzlich ergäbe sich durch den Verzicht auf den Westpark weiterer Pufferspielraum für zukünftigen, unerwarteten Handlungsbedarf im Rahmen des Stärkungspakts! Also, Licht statt Westpark!“

Von Volker Heyn

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