Nach dem Vorbild der Hagener „Waste Watcher“

WBG möchte eine Werdohler „Müllpolizei“

2019 starteten die Stadt Hagen und die Entsorgungsbetriebe das Projekt „Waste Watcher“. Seit April 2021 ist die Müllpolizei eine feste Institution.
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2019 starteten die Stadt Hagen und die Entsorgungsbetriebe das Projekt „Waste Watcher“. Seit April 2021 ist die Müllpolizei eine feste Institution.

Zwei Themen nicht nur nach den Wünschen ihrer Wählerschaft präsentiert die Werdohler Bürgergemeinschaft am Montag im neu gegründeten „Föso“, dem Ausschuss für Feuerwehrangelegenheiten, öffentliche Sicherheit und Ordnung.

Der WBG-Fraktionsvorsitzende Thorsten Hänel ist auch Vorsitzender des neuen Gremiums, in dem die Wählervereinigung die Einrichtung einer „Werdohler Müllpolizei – Waste Watcher“ beauftragt und eine Kameraüberwachung auf dem Gelände der Gesamtschule auf dem Riesei fordert.

Die WBG setzt sich seit Jahren für Sauberkeit und Sicherheit in der Stadt ein, erste Anträge datieren aus dem Jahr 2014. Das Thema wurde 2017 und zuletzt November 2019 weiterverfolgt, doch so richtig glücklich war die WBG mit den Ergebnissen nie. Gestützt von Ergebnissen einer Bürgerbefragung zum Freizeit- und Tourismuskonzept schlägt die WBG ganz konkret die Einrichtung einer „Waste Watcher“-Einheit nach Hagener Vorbild vor. Dort sind 16 Personen hauptamtlich mit dem Projekt beschäftigt, 8 von der Stadt Hagen und 8 vom Hagener Entsorgungsbetrieb. Im Ergebnis werde die Stadt Hagen das Jahr 2020 mit 500 000 Euro Einnahmen an Bußgeldern und Verwaltungsgebühren abschließen.

Zusammenarbeit der Entsorgungsbetriebe mit der Stadt

In Hagen arbeiten die Hagener Entsorgungsbetriebe HEB mit der Stadt zusammen. Die insgesamt 16 Mülldetektive laufen im Schichtdienst durch Hagen und die Stadtteile, um Ordnungswidrigkeiten bei der Müllentsorgung aufzuspüren. Tatsächlich können die Hagener „Waste Watcher“ – übersetzt sind das Müll-Beobachter – nicht nur weggeworfene Kippen, sondern auch größere Tatbestände aufdecken. Bei einer Schwerpunktkontrolle erwischten sie zum Beispiel am Graf-von-Galen-Ring eine ganze Gruppe von Leuten, die gerade eine komplette Wohnungseinrichtung am Straßenrand entsorgte. Allein dabei wurden 600 Kilogramm Müll verursacht. Die Verursacher bekommen eine Rechnung über die Entsorgung, Verwarngeld und eine Anzeige.

Die Müllsünderfahnder sind in Hagen seit April 2019 unterwegs, das zweijährige Pilotprojekt folgt Ideen aus Wien und Hamburg. Die Entsorgungsbetriebe Hagen rechnen vor, dass von April bis Dezember 2019 150 Tonnen Müll eingesammelt wurden. Im ersten Quartal 2020 fanden die Waste Watcher 4500 Kippstellen im Stadtgebiet und konnten 1000 Adressen von Verursachern ermitteln.

Erfolgreiche Projektphase

Nach der erfolgreichen zweijährigen Projektphase arbeiten die Waste Watcher seit April 2021 als feste Einrichtung dauerhaft.

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