WBG: Janikowski macht Platz

Der ehemalige Vorsitzende der WBG, Thomas Janikowski.

WERDOHL ▪ Der ehemalige Vorsitzende der WBG, Thomas Janikowski, hat seine Ämter innerhalb der Fraktion der Werdohler Bürgergemeinschaft niedergelegt. Das bestätigte er gestern auf Nachfrage der Redaktion.

Zu Beginn der Woche habe er den Fraktionsvorsitzenden Willibald Mertens darüber in Kenntnis gesetzt, dass er das Amt des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden zurückgebe. Damit verband er auch einen Rückzug aus den Sitzen im Hauptauschusss und im Integrationsausschuss. Janikowski war aufgrund seiner Äußerungen beim politischen Aschermittwoch der WBG vom Amt als Vorsitzender zurückgetreten. Er hatte Plakate der Ütterlingser Stadtteilmanagerin mit NPD-Methoden verglichen.

Sein weiterer Rückzug aus der Fraktion habe aber mit dieser Sache nichts zu tun, sagte Janikowski. Er wolle jüngeren Mitgliedern der Fraktion die Gelegenheit geben, in verantwortungsvollere Positionen zu kommen. Janikowski: „Wir haben junge, dynamische Leute in der Fraktion.“ Er selbst klebe nicht an Ämtern, er habe sieben Jahre an erster Stelle der WBG gearbeitet. Sein Ratsmandat wolle er aber auf jeden Fall bis zum Ende der Ratsperiode behalten, sagte er gestern auf Nachfrage. Er sei für fünf Jahre gewählt, diese Aufgabe werde er weiter wahrnehmen.

Fraktionsvorsitzender Willibald Mertens kommentierte den Rückzug des ehemaligen ersten Mannes der WBG nicht weiter. Die Fraktion habe sich am Donnerstag getroffen, aber nicht über eine Nachfolge von Janikowski gesprochen. Möglicherweise würde sich die Fraktion in der letzten Aprilwoche treffen, um das Amt des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden neu zu besetzen.

Auch bei der Wiederbesetzung des WBG-Vorsitzenden wolle man sich weiter Zeit lassen. Nach wie vor sei Christian Klepatz der einzige Kandidat für den Vorsitz. Vielleicht lade die WBG für Ende April zu einer Wahlversammlung ein. ▪ Volker Heyn

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