Wasserspiel wieder repariert

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Beide Daumen hoch – das ist das Signal des Dankes von Bürgermeisterin Silvia Voßloh an die Adresse der beiden Werdohler, die dem Brunnen an der Ecke Bahnhof- und Sandstraße wieder Leben eingehaucht haben.

Werdohl -   Zwei Männer vom Werdohler Bürgerstammtisch – die namentlich nicht genannt werden möchten – haben in Eigeninitiative und zudem auch auf eigene Kosten den Brunnen in der Fußgängerzone an der Einmündung Bahnhof- und Sandstraße repariert und dafür gesorgt, dass das Wasser dort wieder läuft. Ein Einsatz, der in diesen Tagen von Bürgermeisterin Silvia Voßloh ausdrücklich gelobt wurde.

Errichtet wurde dieser Brunnen in den 90er Jahren im Zusammenhang mit einer Freiluft-Skulpturenausstellung, in der vor allem Künstler aus der Umgebung zwischen Ludwig-Grimm-Park und Stadtbrücke ganz unterschiedliche Arbeiten präsentiert hatten. Einige Windspiele an der Freiheitstraße blieben. Und eben auch besagter Brunnen blieb, nachdem sich ein großzügiger Sponsor für diese Arbeit gefunden hatte. Integriert wurde das vertikale Wasserspiel in eine etwas tiefer gelegene Sitzgruppe, die durch Stufen erreichbar ist und durch Beete abgegrenzt wird.

Seit geraumer Zeit allerdings gab es kein Wasserspiel mehr. Die Technik war defekt, Geld für neues Material stand – Stichwort Nothaushalt – trotz relativ geringer Summe nicht zur Verfügung. Die beiden Werdohler fanden jedoch, dass diese Skulptur im wahrsten Sinne wieder zum Leben erweckt werden sollte. Sie bauten zur Aufrechterhaltung des Wasserkreislaufes eine neue Pumpe ein und erneuerten auch einige Armaturen. Das Ganze, so heißt es, für einen geschätzten Materialwert zwischen 300 und 400 Euro. Danach wurde Vollzug gemeldet: „Seit dem 1. September läuft der Brunnen wieder.“

Lange hatte diese Meldung allerdings nicht Bestand. Marktstandbetreiber, so die Erfahrung eines der beiden ungenannten Helfer, holten sich ihren Strom aus der Anlage. Bei entsprechender Überlastung gab es einen Kurzschluss. Der Fehler wurde behoben, trat aber erneut auf. Ein personeller Engpass wegen Krankmeldung verzögerte die erneute Reparatur, doch nun – so heißt es – habe man alles im Griff.

Grund genug für Bürgermeisterin Silvia Voßloh, sich bei den beiden Männern während ihrer ersten Sprechstunde auf dem Wochenmarkt öffentlich zu bedanken, ihr ehrenamtliches Engagement hervorzuheben und als gutes Beispiel darzustellen, das – so die damit verbundene Hoffnung – Schule machen möge.

Von Rainer Kanbach

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