Mit Wasserkanonen gegen das große Staubaufkommen

Ein Trümmerfeld mitten in Werdohl. Die Abrissarbeiten an der Inselimmobilie kommen gut voran. Stück für Stück tragen die Mitarbeiter der Firma Lukassen das Gebäude ab. -  Foto: Domke

WERDOHL - Die Abrissarbeiten an der Inselimmobilie sind in vollem Gange. Stück für Stück schiebt sich der Bagger durch die vielen Schichten des Gebäudes. Immense Tonnen Schutt türmen sich auf und müssen von den Mitarbeitern der Abrissfirma Lukassen zerteilt, sortiert und zur Seite geschafft werden.

Von Friederike Domke

„Probleme haben wir nicht, alles läuft nach Plan“, sagt Maschinist Gerhard Leuker. Er hat langjährige Erfahrung im Abriss von Gebäuden, „die Inselimmobilie gehört aber zu den Größeren“, sagt Leuker, dem im Jahr zwischen drei und fünf Häuser, Parkhäuser und Einkaufszentren zum „Opfer fallen“.

Schwierigkeiten durch Platzmangel

Eine Schwierigkeit stellte zu Beginn der Arbeiten jedoch der Platzmangel dar. „Die Ecke zwischen Gebäude und Straße direkt gegenüber der Polizei war zu eng, da kamen wir mit dem Bagger zunächst nicht durch“, erklärt Leuken. Aus diesem Grunde konnten auch der benötigte zweite Bagger sowie ein weiterer Container noch nicht zum Einsatz kommen. Nun seien die Arbeiten aber so weit fortgeschritten, dass das zweite Gerät im Laufe der nächsten Woche gebracht würde.

Da die Inselimmobilie aus Fertigbauelementen besteht, ist während der Abrissabreiten große Sorgfalt von Gerhard Leuken und seinem Kollegen Alexander Schulz gefragt. „Wir können nicht einfach so abreißen, sondern müssen uns langsam vorarbeiten“, so Schulz.

Betonschere kostet rund 70 000 Euro

Gegen das große Staubaufkommen kommt in den kommenden Tagen zudem eine Wasserkanone zum Einsatz. Leuken: „Das Wasser bindet den Staub, erleichtert uns die Arbeit und macht den Anwohnern das Leben leichter.“ Für die Abrissarbeiten benötigen die Fachleute spezielles Werkzeug. Die Betonschere wiegt 3,4 Tonnen und kostet rund 70.000 Euro.

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Sobald die Inselimmobilie Geschichte ist, sollen zeitnah die Arbeiten des Neubaus durch die Firma List und Wilbers Projektentwicklung aus Nordhorn beginnen. Auf Anfrage unserer Zeitung teilte die Firma jedoch mit, dass noch keine interne Projektleitung bestimmt wurde. Fest stehe aber, dass sich neben einem Edekamarkt auf der ersten Etage auch weitere kleinere Shops in dem Neubau ansiedeln werden.

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