„Wasser sucht sich einen Weg“

WERDOHL ▪ Wo sonst während der Schulzeit Mädchen und Jungen über Mathematikaufgaben brüten und Diktate schreiben, blasen derzeit Trocknungsgeräte laut brummend warme Luft durch das Klassenzimmer. Grund: Ein Wasserschaden im Erdgeschoss der Erich-Kästner-Hauptschule. Von Jana Peuckert

Kurz vor Beginn der Osterferien waren den Mitarbeitern der Schule in drei Räumen schwarze Flecken an Fußleisten und Wänden aufgefallen. „Wenn das so aussieht, weiß man schon, dass da etwas nicht stimmt“, erklärt Ralf Wiese, eigentlich Hausmeister der Albert-Einstein-Gesamtschule. Schnell sei klar gewesen, dass es sich um einen Wasserschaden handeln musste.

Und so fanden sich zu Ferienbeginn Experten ein, die mittels einer Leckortung der Ursache für den Wassereinbruch auf den Grund gingen. In einem Klassenraum des Erdgeschosses wurden die Suchenden fündig. Das Rohr eines Waschbeckens war gebrochen. In einem nächsten Schritt wurde das Rohr repariert. Anschließend musste der Fußboden teilweise aufgestemmt werden, um die Schläuche der Trocknungsanlagen so zu platzieren, dass die warme Luft bis tief in den Boden gelangen konnte, denn das Wasser war bereits unter den Belag gekrochen und bis in die benachbarten Klassenzimmer gelangt. „Das ist bei Wasser das Problem. Kleiner Schaden, große Wirkung. Wasser sucht sich einen Weg. Es kommt überall hin“, berichtet Wiese, der seinen Hausmeisterkollegen der Hauptschule unterstützt.

Dem zerstörerischen Nass fielen letztlich mehrere Fußleisten und ein buntes Sideboard zum Opfer. „Durch die Feuchtigkeit hatte sich Schimmel daran gebildet. Da der die Gesundheit gefährdet, wurden die Teile sofort entfernt und zum Sperrmüll gebracht“, erzählt Wiese.

Seit knapp zwei Tagen laufen die Trocknungsanlagen nun schon auf Hochtouren. Mindestens zwei Wochen dauert es, bis die Klassenzimmer durchgetrocknet sind. Zwischendurch messen Fachleute, wie weit der Trocknungsgrad fortgeschritten ist.

Bei Bedarf müsste die Trocknungszeit verlängert werden, weiß der Hausmeister. Damit steht fest, dass die drei betroffenen Klassenzimmer nach den Osterferien erstmal nicht benutzt werden können. Wiese habe die Schulleitung darüber bereits in Kenntnis gesetzt: „Schließlich müssen die Raumpläne jetzt geändert werden.“ Wie es zu dem Wasserrohrbruch kommen konnte, kann niemand sagen. „Manchmal hängt das mit Temperaturveränderungen zusammen. Ob das hier auch der Fall war, ist nicht klar“, meint Wiese.

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