Zahn der Zeit nagt an Schieferplatten

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Damit die Arbeiten am Kirchendach ausgeführt werden konnten, kam am Dienstag ein Steiger zum Einsatz.

Werdohl - „Schiefer ist ein extrem langlebiges Material. Die Haltbarkeit beträgt bis zu 100 Jahre“, sagt der Neuenrader Dachdecker Daniel Zenker. Dennoch: Eine Schieferplatte auf dem Dach der Christuskirche hatte sich gelöst und musste ausgetauscht werden.

Mit sogenannten Flickhaken aus Kupfer befestigt Dachdecker Daniel Zenker die Schieferplatten auf dem Kirchendach.

Möglicherweise habe eine Sturmböe der Platte den Rest gegeben, vermutet der Fachmann. „Auf jeden Fall hat der Zahn der Zeit daran genagt“, stellt Zenker fest.

Um die Arbeiten am Kirchendach ausführen zu können, musste am Dienstag ein Steiger eingesetzt werden. „Dieser Kostenaufwand wäre für den Austausch einer Schieferplatte viel zu hoch gewesen“, unterstreicht der Dachdecker. Deshalb hätten die Verantwortlichen der Evangelischen Kirchengemeinde beschlossen, die üblichen Wartungsarbeiten am Dach des Gotteshauses vorzuziehen: „Alle schadhaften Stellen werden jetzt ausgebessert. Außerdem werden die Regenrinnen gesäubert“, berichtet Daniel Zenker.

Zur Befestigung neuer Schieferplatten kämen sogenannte Flickhaken, spezielle Nägel aus Kupfer, zum Einsatz, sagt der Dachdecker, für den die Arbeit mit den Schieferplatten nicht ganz alltäglich ist: „Hier bei uns sind nicht besonders viele Häuser mit Schiefer gedeckt. Meistens findet man ihn auf Kirchendächern.“ Im benachbarten Hochsauerlandkreis sei das anders. „Dort war der Rohstoff vor Ort vorhanden und wurde entsprechend oft eingesetzt“, erklärt der Unternehmer aus der Nachbarstadt.

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