Warten auf den Schulstart

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Brigitte Assor, kommissarische Leiterin der Albert-Einstein-Gesamtschule, freut sich über die Umgestaltung des Foyers. „Es wirkt alles viel heller und freundlicher.“

WERDOHL - Ferienzeit – schulfreie Zeit. Das gilt nur für Schüler. „Wir Lehrer sind schon jetzt wieder voll im Einsatz“, erklärt Brigitte Assor. Die kommissarische Leiterin der Albert-Einstein-Gesamtschule ist seit zwei Wochen im Dienst – und bereitet, gemeinsam mit anderen Kollegen, den Schulstart am kommenden Mittwoch vor.

Mit insgesamt 844 Schülern startet die Gesamtschule ins neue Schuljahr. „In der 5. Jahrgangsstufe haben wir 90 Kinder, die wir auf vier Klassen aufteilen“, berichtet Brigitte Assor. Die Klassen seien klein – „das ist für die Schüler nur positiv.“ Dass sich die Schülerzahl im Laufe des ersten Halbjahrs noch verändern kann, plant Brigitte Assor ein. „Wir haben immer Abgänger von der Realschule oder den Gymnasien der umliegenden Städte, die dann zu uns kommen.“ Auch eine Inklusionsklasse ist für die 5. Jahrgangsstufe vorgesehen. Erfahrungen haben Brigitte Assor und ihre Kollegen mit dem neuen Konzept schon im vergangenen Schuljahr sammeln können. „Zuerst waren wir aufgeregt. Aber in der Rückschau kann ich sagen: ‘Es ist wirklich gut gelaufen.’ Und ich gehe davon aus, dass wir auch mit der neuen Klasse, die nächste Woche startet, wieder Erfolg haben werden.“ Auch die Eltern der Schüler haben die Inklusionsklasse positiv unterstützt. „Wir hatten alle Eltern, deren Kinder in diese Klasse gehen, gut vorinformiert. Es gab keine Probleme“, freut sich Brigitte Assor über die Akzeptanz für das neue Modell.

Für Bernd Bunge, Leiter der Werdohler Realschule, ist die Inklusionsklasse im neuen Schuljahr hingegen eine echte Premiere. „Wir führen in dieser Klasse den Unterricht mit zwei Leihkräften durch. So können wir auch den Schülern gerecht werden, die Lernschwierigkeiten haben.“ Insgesamt startet die Realschule mit 67 Neuanmeldungen und drei Fünferklassen ins neue Schuljahr.

Auch für Brigitte Assor und ihre Kollegen der Albert-Einstein-Gesamtschule gibt es eine Neuerung, die mit Spannung erwartet wird: die Umstellung auf die 60 Minuten lange Schulstunde. „Da gab es eine Menge zu rechnen, als es um die Stundenpläne ging. Aber wir haben es geschafft. Nun bleibt abzuwarten, wie sich die Struktur im Alltag bewährt.“

Bei der Ausarbeitung des Stundenplans setzt die Realschule schon seit Jahren auf ein Computerprogramm. „Wenn man weiß, was man will, ist das eine große Arbeitserleichterung“, erklärt Bernd Bunge. Das Steckkartensystem sei längst abgelöst. „Zum Glück“, sagt Bernd Bunge und erzählt dann von einem befreundeten Kollegen an einer anderen Schule. „Er hatte alle Steckkarten fertig gesteckt. Und dann kam der Zug, der an der Schule vorbeifährt. Und schwupps – langen alle Karten auf dem Boden.“ Zwar könne auch ein Computer Probleme machen, aber im Regelfall laufe alles gut, betont Bernd Bunge. „Unser Programm optimiert die Stundenpläne selbständig und auch die Vertretungen werden automatisch an den Stundenplan gekoppelt. Wir sind vollauf zufrieden mit dem System.“

Zufrieden ist auch Brigitte Assor – und zwar mit den Sanierungsarbeiten im Schulgebäude, die termingerecht abgeschlossen werden konnten. Durch die neuen Heizkörper und den neuen Bodenbelag wirke das Foyer der Gesamtschule nun deutlich heller und freundlicher.

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