Warteliste für die OGS in Kleinhammer

Schulleiterin Sybille Böddecker (hinten) stellte gestern Fraktionen und Verwaltung die Offene Ganztagsbetreuung in der städtischen Grundschule Kleinhammer vor. Den Alltag mit den Kindern zeigten OGS-Leiterin Tatjana Pulter (3.v.l.) und die Mitarbeiterin Sigrun Voß (l.)

WERDOHL ▪ „Die Zeit der Findung der Gruppe nach den Sommerferien war aufreibend und neu für alle, aber jetzt läuft es sehr gut.“ Tatjana Pulter, Erzieherin und Leiterin der Offenen Ganztagsgrundschule am Standort Kleinhammer, berichtete erstmals von ihren Erfahrungen.

Schulleiterin Sybille Böddecker hatte das Kollegium, die Verwaltungsspitze, Ratsvertreter und weitere Gäste zur offiziellen Eröffnung des Ganztagsbetriebs eingeladen.

Zur Ganztagsbetreuung gehört auch die Mittagsverpflegung, und so gab es am Freitag Nachmittag erst einmal eine Tasse Suppe aus der Küche. Das Essen wird für die Kinder schockgefroren angeliefert und im Konvektomaten zubereitet. Bislang seien das Team und die Kinder damit sehr zufrieden, war gestern zu erfahren.

33 Kinder sind im Ganztagsbetrieb montags bis freitags von Unterrichtsende bis 16 Uhr angemeldet. Die Kinder kommen aus allen sozialen Schichten und allen vier Jahrgangsstufen der Grundschule. Es muss jeder Tag besucht werden, die Buchung einzelner Betreuungstage ist nicht vorgesehen.

Während in ganz Werdohl anfänglich nur ein geringer Elternwunsch nach der OGS bestand, ist seit dem Sommer gleich an drei Standorten die Ganztagsbetreuung eingeführt worden. In Kleinhammer gibt es sogar eine Warteliste, Sybille Böddecker spricht davon, dass die OGS bis zu 40 Kinder aufnehmen könnte. Bei der Beantragung war das nicht abzusehen, nachträglich ließ sich die Finanzierung durch Land und Stadt nicht ändern. Die Kinder auf der Warteliste haben deshalb im kommenden Schuljahr Chancen.

Ein großer Gruppenraum und ein ebenso großer Essensraum steht den 33 Kindern zur Verfügung, für Hausaufgabenbetreuung von Ursula Mizera-Jahn und individuelle Angebote gibt es weitere Räume. Daneben sind noch eine Küchenkraft und zwei Praktikantinnen beschäftigt. Ehrenamtlich sind Vereinsvertreter der Handballer und der Versetaler Fußballer eingebunden. Eine Lehramtsstudentin aus dem Versetal gibt Sprachförderung für die türkischen Kinder.

Sybille Böddecker nutzte den Nachmittag, um sich bei der Stadt zu bedanken. Bürgermeister Griebsch gab den Dank zurück: „Wir haben eine bildungspolitische Marktlücke geschlossen.“

Volker Heyn

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