„Kinder hier zum Stehlen abgesetzt“

Die Wachhabende Ninja Schwarzpaul und Wachleiter Thomas Voit sind für die Bürger da: „Rufen Sie uns an, wenn Sie etwas Verdächtiges beobachten, wir gehen jedem Hinweis nach.“ -  Foto: Heyn

Werdohl -   Zwei Vorfälle in den vergangenen beiden Wochen empören Wachleiter Thomas Voit. In beiden Fällen hat eine Gruppe rumänischer Mädchen mit jeweils demselben Trick ältere Menschen um beachtliche Bargeldbeträge erleichtert. Voit: „Das sind Kinder. Die werden hier ganz gezielt zum Stehlen abgesetzt.“ Das könne die Polizei nicht hinnehmen: „Solche Straftaten belasten das Miteinander der Menschen erheblich.“ Er bittet die Werdohler um Vorsicht, aber auch um Höflichkeit.

In beiden Fällen sprachen etwa fünf bis sechs rumänische Mädchen eine ältere Person an, die gerade direkt aus der Bank gekommen war. Dem Opfer wurde ein Klemmbrett mit einem Hilfeaufruf unter die Nase gehalten. Während gutgläubig eine Unterschrift zur Hilfe von taubstummen Menschen geleistet wurde, griff eines der Mädchen unbemerkt in die Handtasche. Kurze Zeit später bemerkten die Bestohlenen den Verlust und gingen zur Polizei.

„Wir haben in beiden Fällen sofort Fußstreifen und Fahrzeuge in die Innenstadt geschickt“, schildert Voit. In beiden Fällen habe man in der Stadt eine rumänische Mädchengruppe entdeckt, ohne allerdings den Kindern eine Tat nachweisen zu können. Die Personalienüberprüfung habe ergeben, dass die Mädchen, alle unter 14 Jahre, in Dortmund gemeldet seien. Voit: „Das sind strafunmündige Kinder.“ Jungs gehörten auch dazu, träten aber bei diesen Aktionen nicht in Erscheinung. Die Bestohlenen sprachen immer nur von Mädchen.

Die Kinder würden sich die Tatsache zunutze machen, dass ältere Menschen oft eine große Menge Bargeld auf einmal abholten. Voit will auf diesem Wege die Menschen warnen: „Sie sollen freundlich und höflich bleiben, wenn sie angesprochen werden. Und dann besonders gut auf ihr Geld aufpassen.“ Wer tausend Euro Bares abhole, müsse auf die Geldbörse acht geben. Der Polizeichef: „Wir möchten, dass sich die Bürger schützen.“ Wer verdächtige Menschen beobachte, solle auf jeden Fall sofort die Polizei verständigen. Voit: „Wir kommen immer, wir nehmen jeden Hinweis ernst.“

Von Volker Heyn

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