Fördermittel werden beantragt

Wanderwege-Projekt: Rat gibt grünes Licht und kritisiert die Verwaltung

Die Werdohler Wanderwege sollen attraktiver für Einheimische und Touristen werden.
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Die Werdohler Wanderwege sollen attraktiver für Einheimische und Touristen werden.

Der Rat hat in seiner Sitzung am Montag einstimmig den Antrag der CDU unterstützt, sich um eine Förderung für die Ergänzung des Werdohler Wanderwegenetzes zu bemühen.

Damit soll es Wanderern ermöglicht werden, das Stadtgebiet in einer Tour oder auf mehreren Etappen zu umrunden.

Ursprünglich hatte die CDU vorgeschlagen, das bereits bestehende Leader-Projekt zur Neustrukturierung des Werdohler Wanderwegenetzes um diesen Aspekt zu ergänzen. Weil das Projekt aber bereits sehr weit fortgeschritten ist, war das nicht mehr möglich. Jetzt bestehe die Möglichkeit, dass sich beispielsweise der Stadtsportverband um eine Kleinprojekt-Förderung bemühe, erklärte CDU-Ratsherr Manfred Buchta in der Ratssitzung. Im Rahmen des Sonderplans der Gemeinschaftsaufgabe für Agrar- und Küstenschutz (GAK-Sonderrahmenplan) steht der Leader-Region für die Städte und Gemeinden Iserlohn, Nachrodt-Wiblingwerde, Altena, Werdohl, Plettenberg und Finnentrop ein Budget in Höhe von 200 000 Euro zur Verfügung. Damit können Kleinprojekte mit einem Volumen von maximal 20 000 Euro zu 80 Prozent gefördert werden.

Rundwanderwege sollen miteinander verbunden werden

In einem solchen Kleinprojekt sollen nun das Wanderwegenetz um zwei kleine Rundwege in den Bereichen Dösseln und Dresel erweitert und möglichst alle Werdohler Rundwanderwege miteinander verbunden werden, um die Länge von Wanderungen individuell variieren zu können. „Der Bahnhof sollte bei diesen Überlegungen eine zentrale Rolle spielen“, sagte Buchta.

Nach der Zustimmung des Rates muss es nun darum gehen, so schnell wie möglich einen Antrag auf Bewilligung von Mitteln aus der Kleinprojekte-Förderung auf den Weg zu bringen. Bis zum 19. März muss ein solcher Antrag beim Leader-Verein vorliegen. Ob das Projekt dann tatsächlich gefördert wird, entscheidet die Lokale Aktionsgruppe der Leader-Region voraussichtlich Mitte April. Bei einer Bewilligung von Fördermitteln müssen die Projekte noch innerhalb dieses Jahres umgesetzt werden.

Kritik an Informationspolitik der Verwaltung

In der Ratssitzung klang aber auch Kritik an der Informationspolitik der Stadtverwaltung in Bezug auf die Neustrukturierung des Wanderwegenetzes an. „Als die Politik über die Planungen informiert wurde, war der Werdohler Rundweg schon Geschichte“, beklagte CDU-Fraktionschef Stefan Ohrmann, dass die politischen Gremien allenfalls beiläufig informiert worden seien. Das soll sich nach dem Willen der CDU in Zukunft ändern. Im zuständigen Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung (Ustea) solle nun regelmäßig über solche Vorhaben berichtet werden, forderten die Christdemokraten in ihrem letztlich von allen Fraktionen unterstützten Antrag.

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