Acht Wege und eine flexible Runde

Wandern in Werdohl: Wegenetz soll neu geordnet werden

Sechs Wanderwege von W 1 bis W 6 sind bereits im Rahmen des Leader-Projektes markiert. W 7 und W 8 sind noch nicht genau ausgearbeitete Vorschläge, um das Stadtgebiet abzudecken. Die schwarze Linie wäre ein neuer Weg rund um Werdohl, der zum Teil alte Strecken nutzt und so alle acht W-Wege miteinander verbindet.
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Sechs Wanderwege von W 1 bis W 6 sind bereits im Rahmen des Leader-Projektes markiert. W 7 und W 8 sind noch nicht genau ausgearbeitete Vorschläge, um das Stadtgebiet abzudecken. Die schwarze Linie wäre ein neuer Weg rund um Werdohl, der zum Teil alte Strecken nutzt und so alle acht W-Wege miteinander verbindet.

Die CDU-Fraktion hat einen durchdachten und sehr weit ausgearbeiteten Vorschlag gemacht, um das Werdohler Wanderwegenetz zu komplettieren und daraus auch noch eine sinnvolle Verbindung zu einem großen, flexibel zu konzipierenden Weg rund um Werdohl zu erschaffen.

Manfred Buchta von den Christdemokraten hat diesen Vorschlag ausgearbeitet und bereits viele vorbereitende Absprachen getroffen. Mangels einer Sitzung des Fachausschusses ist dieser Antrag bereits direkt an die Stadtverwaltung gerichtet worden.

Die Grundidee im CDU-Vorschlag ist bestechend. Wie bereits berichtet, sind durch ein Leader-Projekt bereits sechs Rundwanderwege entstanden und durch den SGV markiert. Gleichzeitig hatte der SGV in Absprache mit der Stadtverwaltung und den Leader-Verantwortlichen den ehemaligen Werdohler Rundwanderweg mit 58 Kilometern Länge aufgegeben. In diese Neukonzeption des Wanderwegenetzes sind bereits Mittel geflossen.

Zwei weitere Wege sollen entstehen

Hier setzt die CDU-Idee ein: Zu den bereits markierten sechs Wegen soll es zwei weitere geben, die dann das komplette Stadtgebiet mit Wegen überdecken. Mit einem W 7 könnte der Bereich um Rentrop, Harlingsen und Lengelsen abgedeckt werden, ein W 8 könnte über Vorderbrenge, Horst, Rosiepen, Husberg, Köllmannshorst und Hinterbrenge verlaufen. Der Clou: Die dann acht Rundwanderwege können über bereits bestehende andere Wege zu einem neuen Weg rund um Werdohl verbunden werden, der dazu touristisch attraktive Ziele abdeckt. Dazu hat Buchta die neuen W-Wege mit Abschnitten des alten Rundwanderweges und mit X markierte SGV-Wegen verbunden. Alle mit dem Stift in die Karte gemalten Wege sind nur Vorschläge und müssten noch nach vielerlei Kriterien konkretisiert werden.

Manfred Buchta hat in einen alten Werdohler Stadtplan die insgesamt acht kürzeren Rundwanderwege eingezeichnet und sie mit Verbindungswegen zu einem großen Rundwanderweg verbunden.

Buchta hat alle maßgeblichen Leute ins Boot geholt: Katharina Biermann vom Leader-Regionalmanagement ist im Bilde. Bürgermeister Andreas Späinghaus, Abteilungsleiter Reinhardt Haarmann und Touristik-Mitarbeiter Uli Betten wissen Bescheid. Über Betten ist der Stadtsportverbandsvorsitzende Richard Müller-Schlotmann informiert worden. Wolfgang Klein und Ex-Bürgermeister Manfred Wolf sind im Thema, beide hatten sich im Rahmen einer Berichterstattung in dieser Zeitung für eine Reaktivierung des alten Rundwanderweges ausgesprochen. Zur Idee der kompletten Reaktivierung hatte vor wenigen Tagen Jürgen Henke (SPD) als Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung (Ustea) einen Vorschlag gemacht. Henke hatte zwar auch auf das Leader-Projekt abgezielt, aber ausschließlich eine Wiederherstellung des alten Weges vorgeschlagen.

Reaktivierung des alten Weges „ist Blödsinn“

Hier wird es doch politisch: Manfred Buchta sitzt für die CDU im Ustea und will Henke nicht zu nahe treten. Dessen Vorschlag hält er aber im Kern für nicht umsetzungsfähig. Buchta: „Es ist Blödsinn, den alten Rundwanderweg ohne Veränderungen einfach nur zu reaktivieren, das würde auch dem Leader-Projekt widersprechen.“ Im CDU-Antrag wird das deutlich: „Den gut begründet entwidmeten Rundwanderweg im Rahmen eines neuen Leader-Projektes reaktivieren zu wollen, mag bei den Fördermittelgebern zu Irritationen führen und sollte unterbleiben.“ Wer die knapp 60 Kilometer am Stück gehen wolle, könne sich den Weg flexibel zusammensetzen. Die acht kleineren Rundwege sollen den Qualitätsansprüchen der Wanderer von heute entsprechen. Ebenso könnten einzelne Rundwege individuell zu Etappen zusammengelegt werden.

Der Werdohler Rundwanderweg in Bildern

Der Werdohler Rundwanderweg in Bildern: 62 Kilometer und 2000 Höhenmeter zu Fuß
Der Werdohler Rundwanderweg in Bildern: 62 Kilometer und 2000 Höhenmeter zu Fuß
Der Werdohler Rundwanderweg in Bildern: 62 Kilometer und 2000 Höhenmeter zu Fuß
Der Werdohler Rundwanderweg in Bildern: 62 Kilometer und 2000 Höhenmeter zu Fuß
Der Werdohler Rundwanderweg in Bildern

Jetzt schaut das Lennetal den Fluss hinauf: Federführend beim Lenne-Leaderprojekt ist die Plettenberger Verwaltung. Sie hat das Projektmanagement für Altena, Werdohl. Nachrodt-Wiblingwerde und Plettenberg übernommen. Die gesamte Überplanung soll bis 2023 fertig sein. Das Projekt ist aus unbekannten Gründen in Plettenberg ins Stocken geraten.

Die Zeit für Antragsstellung drängt

Henke wie auch Buchta drängen auf die Zeit. Die Verwaltung der Nachbarstadt muss bis zum 19. März einen Antrag auf Projektumsetzung stellen. Geld dafür ist vorhanden: Für alles stehen knapp 250 000 Euro zur Verfügung.

Die CDU möchte jetzt , dass sich so schnell wie möglich ein kleines Planungsteam findet, dass die Wege festlegt und Möglichkeiten aufzeigt, sie in gedruckte Karten und digitale Plattformen einzubringen. Zum Schluss müsse auch der Wege-Unterhalt geregelt sein. Das Planungsteam sollte auch diejenigen einbinden, die sich in der Vergangenheit mit Zuschriften auf die Berichterstattung über den Werdohler Rundwanderweg an diese Zeitung gewandt hatten.

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