Waldkapelle: „Haus aus Stein mit Leben füllen“

WERDOHL ▪ Kirchen und Kapellen seien ein Zeichen von Gottes Gegenwart auf Erden. „Also lass die Menschen hier deine Nähe spüren und deine Liebe erfahren.“ Darum bat Pater Johannes Nies gestern bei der Einweihung der Waldkapelle in Distelnblech.

Gemeinsam mit Pater Irenäus Wojtko von der Gemeinde St. Michael segnete Pater Nies die Kapelle, die Christoph Hupertz hatte bauen lassen. „Christoph war lange mein Schüler am Gymnasium Maria Königin in Altenhundem“, erklärte Pater Nies die Verbindung zur Kapelle und dessen Besitzer. Großen Dank sprach er den Bauleuten und allen am Bau der „schönen, meisterlich gestalteten Kapelle“ Beteiligten aus. Er hoffe darauf, dass sich in der Waldkapelle zahlreiche Christen einfinden werden. In die gleiche Kerbe schlug auch Pater Irenäus: „Ein Haus ohne Leben und ohne Menschen ist ein Museum. Davon haben wir genug. Wir müssen dieses Haus aus Stein mit Leben füllen.“

Gemeinsam mit den rund 100 Besuchern, die den Weg zur Einsegnung nach Distelnblech gefunden hatten, stimmten die beiden Geistlichen einige Lieder an, so unter anderem „Ein Haus voll Glorie“ und „Lobet den Herrn“. Musikalisch begleitet wurden die Stücke von Leonie Hupertz, Jannis Löcker und Johanna Sellmann.

Kapellen- und Waldbesitzer Christoph Hupertz ergriff ebenfalls das Wort. „Wer hätte vor zehn Jahren, als ich dieses Grundstück gekauft habe, gedacht, dass wir heute hier stehen und eine Kapelle einsegnen?“ Er bedankte sich bei allen, die zum Bau des kleinen Gotteshauses beigetragen haben, bei seinen Eltern sowie bei den beiden Patres. Die segneten anschließend die kleine Kapelle innen und außen mit Weihwasser.

Christoph Hupertz lud die Gäste nach der Andacht noch dazu ein, auf ein Stück Kuchen und ein kaltes Getränk zu bleiben. Das nutzten vor allem die zahlreichen Wanderer gerne. ▪ svh

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