240 Schüler auf Entdeckungstour - 18. Waldjugendspiele in Werdohl

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Mit einem Fragebogen machten sich die Schüler auf den Weg in den Wald, wo sie 23 Aufgaben lösen mussten. Die Schülergruppen mit den meisten richtigen Antworten können unter anderem einen Tag im Fort Fun gewinnen.

Werdohl - Im sonst so ruhigen Wald hört man am Donnerstagvormittag zahlreiche Kinderstimmen rufen: „Das ist eine Buche!“ „Die Spuren gehören zu einem Wildschwein!“ „Das Wasser ist 12 Grad kalt!“ Es sind Waldjugendspiele und 240 Werdohler Schüler nehmen daran teil.

Ausgangspunkt der 18. Waldjugendspiele ist der Parkplatz des evangelischen Friedhofs. 

Dort warten Axel Dohmen und Kevin Hauser, Waldpädagogen der Waldschule im Märkischen Kreis, auf die Viert- und Fünftklässler, die in kleinen Gruppen mit ihren Lehrern am Treffpunkt ankommen. „Auf viereinhalb Kilometern müssen die Schüler 23 Aufgaben lösen“, sagt Dohmen, der unter den Kindern die Fragebögen verteilt. Kevin Hauser zeigt einer Gruppe, wie sie mit nichts weiter als einem geraden Stock die ungefähre Höhe eines Baumes messen können – Wissen, das die Schüler auf dem Parcours später noch benötigen werden. 

Levin trägt die Lösungen in den Fragebogen ein. Mit den Waldjugendspielen sollen die Schüler für die Natur sensibilisiert werden.

„Es geht darum, die Kinder für den Wald zu sensibilisieren“, erklärt Dohmen. Es sei wichtig, die Augen offen zu halten und langsam zu laufen, um alles entdecken zu können. Levin, zehn Jahre alt, hat in seiner Gruppe den Fragebogen und damit auch die Führung übernommen. An jeder der 23 Stationen, die mit grünen Zahlen an Bäumen markiert sind, bleibt die Gruppe stehen. 

Levin blickt auf den Fragebogen. „Wir müssen sechs verschiedene Blätter den Baumarten zuordnen“, erklärt er seinen Mitschülern. Manchen Kindern fällt der knapp fünf Kilometer lange Weg etwas schwerer, andere können sich von der digitalen Welt auch im Wald nicht ganz verabschieden und machen mit ihren Smartphones Selfies, also Fotos von sich selbst. Viele aber haben Spaß an der Entdeckungstour im Wald, sammeln Blätter, tauchen ihre Finger in Bäche um die Temperatur des Wassers zu schätzen oder rätseln, welche Raubtiere einst in den heimischen Wäldern lebten. 

Die meisten Schüler hatten Spaß an den Waldjugendspielen und sammelten verschiedene Blätter, die sie den Baumarten zuordneten.

Levins Gruppe ist an der Station angekommen, wo die Höhe eines Baumes geschätzt werden muss. Nun zahlt es sich aus, Kevin Hauser vor Antritt der Wanderung zugehört zu haben. Mit einem Stock in der erhobenen Hand schreiten die Schüler die Strecke zum Baum ab und messen so dessen Höhe. Levin trägt das Ergebnis in den Fragebogen ein und hofft, dass es richtig ist. 

Denn auf die besten Gruppen warten Preise – unter anderem ein Tag im Fort Fun. Eine Urkunde erhält nach Abschluss der Waldjugendspiele, deren Schirmherr Landrat Thomas Gemke ist, jedes Kind. Und nachdem alle 240 Schüler den Wald verlassen haben, herrscht dort auch wieder die altbekannte Ruhe.

Waldjugendspiele in Werdohl

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