Waldbrand in Werdohl wohl gelegt: Feuerwehr im Einsatz

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Einsatz mitten im Wald: Die Wehr konnte am Dienstagnachmittag die Ausbreitung eines Flächenbrandes so gerade noch verhindern

Werdohl - Die Ausbreitung eines Waldbrandes in nur schwer zugänglichem Gebiet konnte die Freiwillige Feuerwehr Werdohl am Dienstagnachmittag so gerade noch verhindern. Ursache des Feuers war wohl Brandstiftung.

Zunächst waren die Einsatzkräfte der Löschzüge Kleinhammer/Brüninghaus und Eveking zur Osmecke alarmiert worden, weil Anrufer der Leitstelle für diesen Bereich Qualm aus einem Waldstück gemeldet hatten. Nachdem die Wehrmänner dort allerdings nichts hatten entdecken können, gingen sie mit ihren Einsatzfahrzeugen auf Suchfahrt. Parallel erhielt Wehrleiter Kai Tebrün aus der Bevölkerung weitere Hinweise auf den genauen Brandort. „Diesen konnten wir schließlich in einem Waldstück zwischen der Osmecke und dem Bereich Rodt in einem Waldstück ausmachen“, berichtete Tebrün, dass den entscheidenden Hinweis eine Werdohlerin per Handy gegeben hatte, die dort mit ihrem Hund unterwegs war. 

Über die sehr engen Waldwege konnte sich die Wehr allerdings nur sehr mühsam zur Brandstelle vorarbeiten. Rund um eine Bank mitten im Wald brannten beim Eintreffen der Einsatzkräfte etwa 50 Quadratmeter Waldboden. „Die Flammen hatten bereits auf erste Zweige der umstehenden Fichten übergegriffen. Hätte es in den vergangenen Tagen nicht etwas geregnet, wäre die Ausbreitung des Feuers wohl schneller gegangen und deutlich schwieriger zu bekämpfen gewesen“, sagte Tebrün. 

Feuerzeug und Streichhölzer gefunden

So aber reichten letztlich die rund 3600 Liter Löschwasser aus den Tanks der beiden Fahrzeuge, die es durch das teils unwegsame Gelände bis zur Brandstelle geschafft hatten, um das Feuer zu löschen. 

Der Boden in einem Waldstück oberhalb des Bereiches Rott brannte.

„Bei der anschließenden Untersuchung des verbrannten Bodens hat die Polizei im Bereich der Bank ein Feuerzeug und Streichhölzer gefunden. Wir gehen davon aus, dass dieser Brand gelegt wurde“, sagte Tebrün. Ein möglicher Verursacher war allerdings nicht auszumachen. „Als wir dort ankamen, war weit und breit niemand mehr zu sehen“, sagte Tebrün. 

Arbeitsreicher Abend

Das Löschen des Waldbrandes war aber nur der Beginn eines arbeitsreichen Abends für die ehrenamtlichen Brandbekämpfer der Werdohler Wehr. So wurde um 18.02 Uhr eine starke Rauchentwicklung aus einem Gebäude an der Wilhelmstraße gemeldet, der Löschzug Stadtmitte musste ran. „Auf dem Weg zum Gerätehaus war der schwarze Qualm deutlich zu erkennen. Wir haben mit dem Schlimmsten gerechnet“, so Tebrün. 

Statt eines vermeintlichen Gebäudebrandes erwartete die Einsatzkräfte aber nur eine über das Anrücken der Feuerwehr verärgerte Hausbewohnerin, die jede Menge Unrat in ihrem offenen Kamin verbrannt und so die große Rauchwolke verursacht hatte. „Erst Mitte Juli waren wir wegen eines solchen Einsatzes im Haus gegenüber“, sagte Tebrün verärgert. Auch damals war Hausmüll in einem Ofen verbrannt worden und die Wehr hatte wegen eines vermuteten Wohnungsbrandes gar Sirenenalarm ausgelöst. 

Tragehilfe an der Friedhofstraße

Parallel zum Einsatz in der Innenstadt wurde die Wehr noch für die Unterstützung des Rettungsdienstes an der Friedhofstraße angefordert. Dort musste ein Bewohner eines Mehrfamilienhauses zunächst medizinisch versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Männer des Löschzuges Stadtmitte leisteten Tragehilfe.

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