Ab in den Wald: Für diese zwei Projekte wandern die Realschüler

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Die Fünfklässler der Realschule stehen schon in den Startlöchern. Vor der Sternwanderung haben sie sich im Schulfoyer über die Arbeit des Kinderhilfswerkes Unicef informiert.

Werdohl - Kinder und Jugendliche sind in der Regel nicht gerade begeistert, wenn das Stichwort „Wanderung“ fällt. Bei den Werdohler Realschülern sieht das anders aus

Sie freuen sich auf die Sternwanderung, die für Donnerstag, 27. Juni, geplant ist. Und das nicht nur, weil an diesem Tag der Unterricht ausfällt. Die Schüler können sich während des Sponsorenlaufs gleich für zwei lohnenswerte Ziele einsetzen: 50 Prozent ihrer Laufgelder kommen der Hilfsorganisation Unicef zugute; die andere Hälfte soll in die Verschönerung des Schulhofes fließen. 

„Eigentlich wollten wir einen echten Lauf organisieren,“ berichtet Konrektor Michael Stemski. Die Veranstaltung sollte rund um den Goethespielplatz stattfinden. Dafür hätte allerdings die Goethestraße gesperrt und auch der Fahrradweg an der Lenne gesichert werden müssen. „Frau Mentzel vom Ordnungsamt hat sich sehr für uns eingesetzt,“ stellt Stemski fest. Dennoch wäre es wohl nicht gelungen, alle erforderlichen Genehmigung und Maßnahmen bis zum Veranstaltungstag zu beschaffen, beziehungsweise umzusetzen. 

Rettende Idee aus dem Kollegium

Folglich kam die rettende Idee aus dem Kollegium gerade recht. Und inzwischen glaubt der stellvertretende Schulleiter sogar, dass die Sternwanderung die bessere Variante sein könnte: „In der kommenden Woche soll es wieder richtig heiß werden. Da wäre ein Lauf sicher nicht für alle Schüler das Richtige.“ 

An der Wanderung sollen alle 300 Schüler der Klassen fünf bis neun teilnehmen. Die Zehntklässler haben die Schule am Veranstaltungstag bereits verlassen. Geplant ist, dass die Kinder und Jugendlichen zwischen fünf und neun Kilometer durch die Werdohler Wälder wandern – je nachdem, welche Jahrgangsstufe sie besuchen. „Wer noch fit ist, kann natürlich ruhig auch einen Kilometer mehr machen,“ meint Stemski augenzwinkernd. 

Einheitliches Ziel für alle Gruppen

Die Startpunkte – los geht es um 8.30 Uhr – suchen sich die Klassenlehrer selbst aus. Ziel ist für alle der Spielplatz an der Goethestraße. Dort sollen die Gruppen ab circa 11 Uhr nach und nach eindrudeln. „Wenn sie dort von Eltern, Familienangehörigen oder anderen Interessierten begrüßt würden, wäre das natürlich klasse“, sagt der Konrektor, der die Sternwanderung gemeinsam mit seinen Kollegen der Fachschaft Sport organisiert. Für die Verpflegung der Wanderer soll am Ziel in Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Schule gesorgt werden. 

Ein Team der Plettenberger Unicef-Ortsgruppe – sie stattet die Schüler unter anderem mit Laufkarten und Urkunden aus – wird am Lenneufer vertreten sein, um über die Arbeit des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen zu informieren. Die Realschüler haben schon jetzt Gelegenheit, die Arbeit von Unicef kennenzulernen; im Schulfoyer ist eine entsprechende Ausstellung zu sehen. 

Dass die Schüler aber nicht nur den caritativen Zweck, sondern auch ihr schulisches Umfeld im Blick haben, war eine Idee der Schülervertretung, die bei allen gut angekommen sei.

Schüler hoffen auf viele Sponsoren

Vor der Veranstaltung suchen sich die Schüler Sponsoren, die sich verpflichten, für jeden gewanderten Kilometer einen bestimmten Betrag zu zahlen. „Das fängt bei zehn Cent an. Nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt,“ erläutert der stellvertretende Schulleiter. Im Idealfall hat ein Schüler gleich mehrere Geldgeber. Anhand der Laufkarte wird nach der Sternwanderung abgerechnet: 50 Prozent des Laufgeldes kommt der Kinderhilfsorganisation Unicef zugute, die andere Hälfte soll in die Schulhof-Verschönerung investiert werden.

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