Wahlsieg am Ende eines „ganz entspannten Tages“

Matthias Wershoven gratulierte der neuen Bürgermeisterin Silvia Voßloh. - Fotos: Heyn

Werdohl - Mit dem Lied „Ein Hoch auf uns“ läuteten die Werdohler Christdemokraten Sonntag Abend ihre Wahlparty bereits im Ratssaal ein, als gegen 19.20 Uhr der letzte Briefwahlbezirk ausgezählt war. Familie und Freunde gratulierten der neuen Bürgermeisterin Silvia Voßloh. Ihre Parteikollegen Stefan Ohrmann und Christoph Plaßmann brachten sich mit einem Tänzchen für die anschließende Feier in der Freibadgaststätte in Stimmung.

Einen „ganz entspannten Tag“ habe sie verbracht, sagte Voßloh. Nur als um kurz nach 18 Uhr die erste Schnellmeldung im Ratssaal eintrudelte, sei sie kurz nervös geworden – schließlich lag im Wahllokal auf der Königsburg Matthias Wershoven mit riesigem Abstand vorne. Danach wurde aber immer deutlicher, dass sie einen stabilen Abstand zu Wershoven erreicht hatte und sicher Bürgermeisterin werden würde.

Der unterlegene SPD-Kandidat zeigte sich betont sportlich. „Das ist Demokratie, die Wähler haben sich eben für Frau Voßloh entschieden“, sagte er. Er habe mit beiden möglichen Ergebnissen geplant und sich auch auf eine Niederlage eingestellt. „Ich wollte vor allem ein gutes Spiel spielen“, blickte der 29-Jährige auf seinen Wahlkampf zurück. „Morgen früh um 8 Uhr geht es erstmal mit dem Unterricht weiter“, sagte Wershoven. Da werde er sicher in viele fröhliche Kindergesichter schauen – schließlich hätten die Sieben- und Achtjährigen an der Neuenrader Burgschule schon befürchtet, ihren Klassenlehrer zu verlieren.

Zwei durften nicht wählen

Zwei Wähler waren Sonntag sehr aufgebracht, weil sie wählen wollten, aber nicht durften. Udo Müller hatte nach seinen Angaben nur für die Kommunalwahl im Mai Briefwahl beantragt, bei der Stichwahl gestern wollte er persönlich sein Kreuz machen. Das durfte er aber nicht, weil im Wählerverzeichnis vermerkt war, dass er für beide Wahlen sozusagen „schriftlich“ gewählt hatte. Müller bestreitet, die Unterlagen bekommen zu haben. Der Fall ließ sich nicht genau klären. Jürgen Reuthe vom Wahlamt sagte auf Nachfrage der Redaktion, dass so etwas in seltenen Fällen vorkommen könne. In einem anderen Fall hatte ein Ehepaar am Freitag online Briefwahl beantragt, aber nur ein Ehepartner hatte die Unterlagen mit der Post zugestellt bekommen. Auch das komme vor, so Reuthe, die Post habe die Unterlagen nicht mehr rechtzeitig zustellen können.

Von Constanze Raidt und Volker Heyn

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