Wahlkampf: SPD will Bürger für Werdohl begeistern

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Bürgermeisterkandidat Matthias Wershoven (links) und der Vorsitzende Andreas Späinghaus präsentieren das Programm für die Kommunalwahl.

Werdohl - Mit dem Lenne-W als Logo und dem Motto „Werdohl lohnt sich“ startet die SPD in den Wahlkampf für die Kommunalwahl am 25. Mai. Große Versprechen, die er angesichts der angespannten Finanzlage nicht halten könne, wolle er nicht machen, sagte Bürgermeisterkandidat Matthias Wershoven.

Stattdessen wollen die Werdohler Sozialdemokraten vor allem eins: „Das Image der Stadt verbessern.“ Nicht erst seit das Sparpaket Einschränkungen mit sich bringe, werde schlecht über Werdohl gesprochen. „Die Stadt wird ja immer wieder als Werdühl verunglimpft“, ergänzte Matthias Wershoven bei der Vorstellung des Wahlprogramms. Das wolle er ändern, sollte er Bürgermeister werden.

Mit einem Wettbewerb wolle die SPD deshalb die Bürger „auffordern, sich mehr mit der Stadt auseinanderzusetzen“, kündigte der Ortsvorsitzende Andreas Späinghaus an. An ihren Info-Ständen werden die Sozialdemokraten 300 aufblasbare Kissen verteilen. Damit sollen sich die Werdohler an Orten fotografieren, an denen sie sich in ihrer Stadt wohlfühlen. Die Fotos wird die SPD zur Abstimmung veröffentlichen.

Ihr Programm für die Kommunalwahl haben die Werdohler Sozialdemokraten in sechs Punkte gegliedert: Integration, Finanzen, Wohnen und Zusammenleben, Bildung und Erziehung, Kultur, Sport und Tourismus sowie Gesundheit. Weiterhin sollte Werdohl offen sein für Migranten, sagte der Bürgermeisterkandidat.

Finanziell müsste Werdohl „wieder handlungsfähig werden“, so Wershoven weiter. Am Sparpaket aus dem Jahr 2012 festzuhalten, sei unabdingbar. Außerdem sollten sich die Bürger mit kreativen Ideen in die Finanzplanung einbringen. Ob das dann über eine Internet-Plattform oder einen anderen Weg funktionieren soll, müsse man dann mit der Verwaltung abstimmen.

„Nach Lüdenscheid könnte auch Werdohl Standort der Fachhochschule Südwestfalen werden“, schlägt die SPD unter dem Stichwort Bildung vor. „Es haben aber noch keine Gespräche stattgefunden“, sagte Späinghaus. Nicht nur mit der Fachhochschule wolle die SPD im Falle eines Wahlsieges Kontakt aufnehmen. Auch die Werdohler Firmen sollen Vorschläge machen, welche Studiengänge in Frage kämen.

Für ihren Wahlkampf holt sich die SPD auch prominente Unterstützung: NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft kommt am 5. Mai zu einer Abendveranstaltung. - Von Constanze Raidt

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