Wackelt Rosmart 2.0? Das sagt die Bürgerinitiative zum SPD-Vorstoß

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Jörg Kenter ist Sprecher der Initiative Pro Brunscheider Höhen.

Werdohl – Mit einer Mischung aus Freude und Zurückhaltung begegnet die Initiative Pro Brunscheider Höhen dem Antrag der Werdohler SPD, aus den Planungen für die Erweiterung des Gewerbegebietes Rosmart auszusteigen.

Initiativen-Sprecher Jörg Kenter hatte von dem SPD-Vorstoß aus der Zeitung erfahren. „Wir konnten schon früh bei der Werdohler SPD Tendenzen gegen die Entwicklung als Industriegebiet erkennen, wurden aber von dem Antrag vollkommen überrascht“, sagte Kenter gestern auf Nachfrage. 

Im Gespräch mit der Redaktion freute er sich über den ersten zählbaren Erfolg der Initiative. Er sei froh, dass die Politik in der Lage sei, getroffene Entscheidungen zu hinterfragen und zu revidieren. Für die SPD sei das sicher nicht der bequemste Weg, das sei anerkennenswert. Als Vertreter einer Initiative von Einwohnern halte er es für positiv, dass Politik verantwortungsvoll mit ihren Aufgaben umgehe. Die allgemeine Stimmungslage in der Bevölkerung, Umwelt-Themen und Nachhaltigkeit zu beachten, spiele der Initiative sicher in die Karten. 

Steigt Werdohl komplett aus?

Noch sei die SPD-Festlegung nur ein Antrag. Aufgrund der aktuellen Mehrheitsverhältnisse im Werdohler Rat geht Kenter aber davon aus, dass Werdohl aus dem gesamten Projekt aussteigen werde. Die Stimmen der CDU reichen im Rat nicht aus, WBG und FDP hatten sich von Anfang an gegen die Ausweitung als Rosmart 2.0 ausgesprochen. Die SPD hatte der Beauftragung und Finanzierung des Umweltgutachtens nur unter Vorbehalt zugestimmt. 

Lüdenscheid und Umgebung von oben - Das verändert sich im September

Kenter hatte einen Kontakt zum Lüdenscheider Stadtplaner, der die Verwaltung aber mittlerweile verlassen hat. Im September, so hieß es hier, sei noch an den Ausschreibungsunterlagen für die Umweltgutachten gearbeitet worden. Kenter weiß nicht, ob mittlerweile ein Auftrag erteilt worden ist und ob dieser rückgängig gemacht werden kann, falls Werdohl aussteige. 

Vegetationsphase muss abgewartet werden

Eine Vegetationsphase im Jahr 2020 müsse für so ein Gutachten abgewartet werden. Die Frage stelle sich jetzt, ob das Projekt für Lüdenscheid und Altena allein wirtschaftlich lohnend sei. Kenter: „Unsere Aktivitäten sind jedenfalls noch lange nicht beendet.“

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