Wachsende Exponaten-Zahl im Stadtmuseum

Für Groß und Klein gibt es im neuen Stadtmuseum im Bahnhofsgebäude stets viel zu entdecken.

Werdohl - Mehr als 1000 Besucher sind seit der Neueröffnung des Stadtmuseums im Oktober 2013 im Bahnhofsgebäude in die Werdohler Geschichte eingetaucht. „Das ist wirklich erfreulich“, sagt Heiner Burkhardt, der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Werdohl.

„Wichtig war uns, das Museum lebendiger zu gestalten“, stellt Burkhardt fest. Das sei gelungen und ein Grund dafür, dass sich jetzt auch Jugendliche und Kinder für das Museum begeistern. Interaktive Stationen ermöglichen, dass die Besucher Geschichte mit mehreren Sinnen erfahren können. Zudem sei der neue Themenbereich sehr interessant, der sich mit der Zeit nach 1945 befasst – insbesondere dem Schicksal der Vertriebenen und der Gastarbeiter in Werdohl.

Bemerkenswert sei die gestiegene Anzahl der Gruppen, die sich durch das Stadtmuseum führen lassen. „Wir hatten Gäste, die das Museum im Rahmen von Klassentreffen besichtigt haben“, berichtet Burkhardt. Vereine und Parteien haben die Räume im Bahnhofsgebäude bereits in Augenschein genommen. Gerne erinnert sich Burkhardt auch an den Besuch der Vertreter der Ditib-Gemeinde: Rund 25 Personen befassten sich in diesem Rahmen mit der Stadtgeschichte. Sogar eine Silberhochzeits-Gesellschaft besuchte das Museum, und während der Adventszeit habe zum ersten Mal eine Firma die Gelegenheit genutzt, den Mitarbeitern das Stadtmuseum näher zu bringen. „Im Rahmen der Weihnachtsfeier haben wir eine Führung für die Belegschaft angeboten“, erzählt der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins.

Das Heimatmuseum ist 2015 erstmals am Sonntag, 4. Januar, geöffnet. Ab diesem Datum sind Besucher jeweils sonntags von 10 bis 12.30 Uhr willkommen.

Gruppenführungen sind nach Absprache möglich. Interessierte sollten sich an Heiner Burkhardt, Tel. 0 23 92 / 1 08 87, Udo Böhme, Tel. 7 07 14, oder Dirk Hoffmann, Tel. 39 30, wenden.

Momentan ist das Museum geschlossen und diese Pause nutzen die ehrenamtlichen Mitarbeiter, um den Besuchern ab Januar wieder etwas Neues bieten zu können: Die beiden Vitrinen, in denen bisher Weltkriegs-Exponate zu sehen waren, sollen neu bestückt werden. Was dort im kommenden Jahr präsentiert wird, verrät Heiner Burkhardt allerdings noch nicht. An Ausstellungsstücken mangelt es sicherlich nicht: „Es kommen immer wieder Exponate dazu, die uns von Werdohlern überlassen werden“, freut sich Burkhardt, bedauert aber: „Wir können aus Platzgründen natürlich nicht alles zeigen.“ Auf jeden Fall würden die Erinnerungsstücke aber für die Zukunft archiviert – und seien eventuell zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen einer Sonderausstellung auch einmal öffentlich zu sehen.

Schon jetzt steht fest, dass der Eisenbahnstammtisch im Heimat- und Geschichtsverein im Mai eine Sonderausstellung anlässlich des Themas „50 Jahre Elektrifizierung der Ruhr-Sieg-Eisenbahn“ vorbereitet. „Aus diesem Anlass hat Rainer Müller das Modell des Viaduktes überarbeitet“, erzählt Burkhardt. Die Museumsbesucher können bei der Betrachtung der Modell-Landschaft sehen, wie die Elektrifizierung auf Werdohler Stadtgebiet vorangetrieben wurde.

Eine weitere – größere – Sonderausstellung ist für März des kommenden Jahres geplant. Einzelheiten sollen zeitnah bekanntgegeben werden. Diverse Vorträge sowie eine Ausflugsfahrt sind ebenfalls für 2015 angedacht, berichtet Heiner Burkhardt. Darüber hinaus solle es noch ein ganz neues Angebot für Heimatinteressierte geben, verrät der Vorsitzende des Geschichts- und Heimatvereins. Doch auch diesbezüglich möchte er noch nicht mehr verraten.

Abschließend dankt Burkhardt allen, die dazu betragen, die Werdohler Geschichte für die Nachwelt zu erhalten. Ein großes Lob geht an die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer: „Ohne ihre Mitarbeit könnten wir das Angebot nicht aufrecht erhalten, geschweige denn ausweiten.“

Von Carla Witt

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