Pressekonferenz am Mittwoch

Vossloh mit neuer Strategie - Abkehr von Lokomotiven

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[Update, 16.50 Uhr] Werdohl - Der Vossloh-Aufsichtsrat hat am Dienstag wesentliche Eckpunkte der neuen Konzernstrategie beschlossen. Das teilt das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. Details will der Konzern am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz in Frankfurt bekanntgeben.

von Constanze Raidt

Der bisherige Geschäftsbereich Rail Infrastructure, zu dem auch der Werdohler Standort Fastening Systems gehört, soll aufgeteilt werden. Die drei neuen Bereiche sollen „Core Components“, „Customized Modules“ und „Lifecycle Solutions“ heißen. Ob diese Umstrukturierung Konsequenzen für den Standort Werdohl hat, teilte Vossloh auch auf Nachfrage unserer Redaktion am Dienstag noch nicht mit.

Die drei neuen Infrastruktur-Bereiche werden das zukünftige Kerngeschäft des Konzerns bilden, heißt es in der Pressemitteilung. Der bisherige Geschäftsbereich Transportation werde dagegen zwar nicht mehr als Kerngeschäft definiert, als vierter Bereich des Konzerns jedoch zunächst bestehen bleiben.

Unter Transportation sind der Lokomotivenbau in Kiel und im spanischen Valencia sowie die Düsseldorfer Tochter Vossloh-Kiepe mit ihrem Straßenbahn- und E-Bus-Antriebsbau mit insgesamt 1000 Beschäftigten zusammengefasst. Mit rund 500 Millionen Euro werde der Bereich im Jahr 2014 zum Umsatz des Konzerns beitragen. Bis spätestens 2017 will Vossloh diesen Geschäftsbereich ganz oder teilweise „verkaufen oder in eine Partnerschaft überführen die aber nicht mehr von Vossloh kontrolliert wird“, schreibt der Konzern. Damit werde „der längerfristige Umbau des Konzerns in ein neues Unternehmen der Bahninfrastruktur eingeleitet“.

Vossloh erwartet für das laufende Geschäftsjahr zwar Umsätze in Höhe von rund 1,34 Milliarden Euro. Unter dem Strich werden jedoch Verluste in Höhe von 150 bis 180 Millionen Euro erwartet. 2015 will das Unternehmen durch die neue Strategie wieder Gewinne erzielen. 

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