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Vossloh will Aktionären nach gutem Geschäftsjahr Dividende zahlen

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Von: Volker Griese

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In der „Fabrik der Zukunft“, die zwischen 2018 und 2021 am Stammsitz Werdohl entstanden ist, hat Vossloh im vergangenen Jahr eine deutliche Umsatzsteigerung erzielen können.
In der „Fabrik der Zukunft“, die zwischen 2018 und 2021 am Stammsitz Werdohl entstanden ist, hat Vossloh im vergangenen Jahr eine deutliche Umsatzsteigerung erzielen können. © Henk/Vossloh

Der Werdohler Bahntechnikkonzern Vossloh hat ein gutes Geschäftsjahr 2021 hinter sich und rechnet auch für das laufende Jahr mit soliden Ergebnissen. Die Aktionäre sollen wieder eine Dividende erhalten.

Werdohl ‒ Am Donnerstag hat das Unternehmen auf das Jahr 2021 zurückgeblickt. Der Auftragseingang habe 947,6 Millionen Euro erreicht und damit das hohe Vorjahresniveau um 3,5 Prozent übertroffen, teilte Vossloh mit. Der Auftragsbestand zum Jahresende habe um 2,8 Prozent über dem Vorjahreswert gelegen.

Der Konzernumsatz entwickelte sich nach Unternehmensangaben ebenfalls überaus positiv und erreichte 942,8 Millionen Euro. Dies entspricht einem Anstieg um 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Besonders stark (66,4 Prozent) legten die Umsatzerlöse erneut im in Werdohl angesiedelten Geschäftsfeld Fastening Systems zu. In diesem Geschäftsfeld erhöhte sich der Umsatz auf 269,5 Millionen Euro (Vorjahr: 211 Millionen Euro). Das kräftige Umsatzwachstum sei maßgeblich auf pandemiebedingte Verschiebungen von Auslieferungen in China aus dem Jahr 2020 sowie eine höhere Nachfrage aus Italien und Deutschland zurückzuführen, teilte Vossloh mit.

Das Konzernergebnis lag im Jahr 2021 mit 35,9 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahresniveau von 20,8 Millionen Euro. Gleiches gilt für das Ergebnis je Aktie, das von 0,98 Euro auf 1,31 Euro gesteigert wurde. „Dies ist gerade vor dem Hintergrund erheblicher Ergebnisbelastungen aus höheren Material- , Logistik- und Energiepreisen eine äußerst bemerkenswerte Entwicklung“, teilte Vossloh mit.

„Vossloh hat im Geschäftsjahr 2021 erneut eine starke operative Leistung abgeliefert.

Oliver Schuster, Vorstandsvorsitzender der Vossloh AG

Die Vermögens- und Finanzlage des Vossloh-Konzerns hat sich ebenfalls signifikant verbessert. Die Eigenkapitalquote stieg auf 45,6 Prozent (2020: 34 Prozent).. Die Nettofinanzschuld hat sich binnen Jahresfrist weiter spürbar reduziert und lag bei nur noch 215,6 Millionen Euro (2020: 351,3 Millionen Euro.)

„Vossloh hat im Geschäftsjahr 2021 erneut eine starke operative Leistung abgeliefert, trotz widriger Rahmenbedingungen rund um die Pandemie, der Störung von Lieferketten sowie angesichts drastisch gestiegener Material-, Logistik- und Energiepreise. Umsatz und Profitabilität konnten deutlich gesteigert werden“, zitierte die Vossloh AG in einer Pressemitteilung ihren Vorstandsvorsitzenden Oliver Schuster. Für 2022 erwartet der Vorstand einen Umsatz zwischen 925 Millionen und einer Milliarde Euro. Auswirkungen der Coronapandemie und der politischen Ereignissen in Osteuropa seien aber nicht auszuschließen.

Den Vossloh-Aktionären wollen Vorstand und Aufsichtsrat wie schon im vergangenen Jahr eine Dividende von 1 Euro pro Aktie zahlen. Beim aktuellen Börsenkurs von 40,50 Euro beträgt die derzeitige Dividendenrendite damit 2,47 Prozent. Die Hauptversammlung, die über die Höhe der Dividende zu entscheiden hat, wird voraussichtlich am 18. Mai in Düsseldorf stattfinden.

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