Vossloh verlegt Lager und investiert in Produktion

Dieses Jahr gibt es einige Neuerungen bei Vossloh: Auf dem Gelände entsteht das Technik-Zentrum (links). Darüber hinaus ist jetzt bekannt geworden, dass die Produktion ausgeweitet und das Lager nach Lüdenscheid verlegt wird. ▪ Fraune

WERDOHL ▪ Das Unternehmen Vossloh will in den nächsten zwei bis drei Jahren sechs Millionen Euro in die Fertigung stecken. Mit der Ausweitung der Produktion verbunden ist schon am 1.

März ein Umzug des Lagers von Werdohl nach Lüdenscheid. Hier werden Vossloh rund 5000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen – wo bis vor rund drei Jahren noch der Leuchten-Hersteller Hoffmeister seinen Stammsitz hatte. Betroffen von dem Umzug sind 25 Mitarbeiter, die künftig in der Kreisstadt arbeiten werden. Grund für die geplanten Veränderungen sind „eine extrem gute Auslastung in Werdohl im letzten Jahr“, wie Unternehmenssprecher Dr. Thomas Triska im SV-Gespräch erklärt. „Wir gehen davon aus, dass es sehr gut bleiben wird.“

Wie sehr das Unternehmen an seinem Stammsitz mittlerweile aufgrund der guten Auftragslage aus den Nähten platzt, wird anhand der Vielzahl von anfallender Arbeit deutlich. So wurden im vergangenen Jahr 20 Schichten pro Woche gefahren – drei-schichtig unter der Woche plus weiterer Produktion am Wochenende.

Insgesamt sind in Werdohl dabei 360 Mitarbeiter im Einsatz, ab dem 1. März, mit dem Umzug des Lagers, werden es 25 weniger sein. Doch das Unternehmen will auch wohl weiterhin laufend neue Mitarbeiter einstellen, wie Dr. Triska erklärt. „Ich gehe von weiter steigenden Mitarbeiterzahlen aus.“ Eine Produktivitätssteigerung soll aber vor allem durch eine höhere Technologisierung erreicht werden. „Der Engpass sind die Maschinen.“

Es handele sich nach dem Unternehmenssprecher in den kommenden zwei bis drei Jahren um eine „reine Volumenausweitung“. Eine Rolle spielt dabei ein Großauftrag aus Libyen im Gesamtvolumen von 115 Millionen Euro. Die in Werdohl produzierten Schienenbefestigungen würden davon einen Anteil von 37 Millionen Euro ausmachen, überwiegend werde in 2011 ausgeliefert. „Das ist ein Zusatzgeschäft“, freut sich Dr. Triska. Weltweit laufe das Geschäft sehr gut. Mögliche, durch die Proteste in Ägypten bewirkte, folgende politische Umwälzungen in Nordafrika und im Nahen Osten würden natürlich beobachtet. Doch: „Auswirkungen auf unser Geschäft hat das nicht.“

Inwiefern aber ein Wegfall des Lagerbetriebs in Werdohl und die Ausweitung der Produktion Folgen hat für den Verkehr am und um den Vossloh-Sitz, könne er noch nicht bewerten, hält sich der Unternehmenssprecher mit einer Zukunftsprognose zurück. „Wir werden mit Sicherheit noch eine Menge Verkehr haben.“

Klar ist, dass in Lüdenscheid eine direkte Anbindung zur A 45 besteht, da das neue Vossloh-Lager in zirka 1,5 Kilometer Entfernung zur Autobahn entsteht. In einem Internet-Immobilienportal sind die Eckdaten noch aufgeführt: Hier wird auf eine 2600 Quadratmeter große Lager- und Produktionshalle, eine 2 556 Quadratmeter große Lager- und Produktionshalle zuzüglich 970 Quadratmeter Rampenhalle mit zehn Rolltoren und Hafa-Rampen verwiesen. Auch ein 1224 Quadratmeter großes Hochregallager (23 Meter hoch, vier Gänge/ acht Reihen) sowie 7200 Stellplätze sind gelistet. ▪ Marco Fraune

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