Vertrag eigentlich noch bis März 2020

Vossloh trennt sich vorzeitig von Vorstandschef Busemann

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Werdohl - Der Chef des Verkehrstechnikkonzerns Vossloh, Andreas Busemann, räumt seinen Posten bereits ein halbes Jahr vor Ablauf der vorgesehenen Amtszeit.

Der Aufsichtsrat des börsennotierten Unternehmens mit Stammsitz in Werdohl habe sich mit Busemann „einvernehmlich darauf verständigt“, dass dieser sein Amt Ende September niederlegen werde, teilte Vossloh am Montagabend mit. Nachfolger Busemanns wird demnach der derzeitige Finanzchef Oliver Schuster. Busemann ist seit April 2017 Vorstandsvorsitzender bei Vossloh – sein Vertrag lief eigentlich noch bis Ende März 2020. 

Neben Busemann verlässt mit Volker Schenk auch ein zweites Vorstandsmitglied Ende September den Konzern. Für ihn rückt Dr. Karl Martin Runge mit Wirkung zum 1. Oktober neu in den Vorstand. Er wurde zunächst für drei Jahre ernannt. Er wird insbesondere die Ressorts Vertrieb und Technik übernehmen. 

Vorstand wird verschlankt

Im Zuge der Abgänge von Busemann und Schenk wird der Vorstand von drei auf zwei Mitglieder reduziert. „Durch diese Verschlankung der obersten Führungsebene wird der Konzentration von Vossloh auf das Kerngeschäft Bahninfrastruktur Rechnung getragen“, heißt es in der Mitteilung. Darüber hinaus wollte sich ein Unternehmenssprecher zu den Gründen für den vorzeitigen Abgang Busemanns nicht äußern. 

Andreas Busemann

„Ich freue mich sehr, diese verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen zu dürfen“, wird Oliver Schuster in der Pressemitteilung des Konzerns zitiert. Nachdem auf dem Weg der Neustrukturierung des Unternehmens entscheidende Meilensteine erreicht seien, gehe es nun darum, die Themen umzusetzen und „unser Bestandsgeschäft in seiner nachhaltigen Profitabilität und Eigenfinanzierungskraft zu stärken sowie parallel primär organisches Wachstum in unseren angestammten Geschäftsbereichen zu forcieren“. 

Ulrich M. Harnacke, Aufsichtsratsvorsitzender der Vossloh AG, sieht den Konzern für die anstehenden Herausforderungen nun „gut aufgestellt“.

Mit Material von dpa.

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