Vossloh steigert Ergebnis nur gering

Vorstandsvorsitzender Werner Andree (links) und der technische Vorstand Dr.-Ing. Norbert Schiedeck.  Foto: Vossloh

WERDOHL - Der Vossloh-Konzern ist zurück auf Wachstumskurs. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag bei der Bilanz-Pressekonferenz in Frankfurt mit. Nach einem schwierigen Vorjahr mit schweren zeitlichen Verzögerungen bei Projekten in China hat der Bahntechnik-Konzern seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2012 auf 1,243 Milliarden Euro gesteigert, das sind im Vergleich zum Vorjahr 3,8 Prozent. Gleichzeitig habe der Auftragsbestand zum Jahresende ein neues Rekordniveau in Höhe von 1,548 Milliarden Euro erreicht.

Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (Ebit) belief sich im Berichtsjahr auf 97,5 Millionen Euro, was einem Anstieg von 0,3 Prozent gegenüber 2011 entspreche. Weil das nur eine geringe Ergebnissteigerung ist, wird die Dividende gesenkt. Vorstand und Aufsichtsrat der beabsichtigen, der Hauptversammlung Ende Mai eine Dividendenzahlung von 2 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2012 vorzuschlagen. Im Vorjahr waren es noch 2,50 Euro.

Den überwiegenden Teil des Konzernüberschusses, der nicht ausgeschüttet wird, wolle das Unternehmen dafür verwenden, weiteres Wachstum zu sichern und voranzutreiben

„Die Nachfrage nach moderner Bahntechnik steigt stetig und global – getrieben von der zunehmenden Bedeutung klimafreundlicher Mobilitätslösungen sowie dem weltweit anhaltenden Megatrend der Urbanisierung“, sagte der in Neuenrade lebende Werner Andree, Vorstandssprecher der Vossloh AG. Er sieht die Weichen für weiteres profitables Wachstum gestellt: „Wir haben unsere Position im Kernmarkt Westeuropa gefestigt und frühzeitig umfangreiche Maßnahmen getroffen, um in den Wachstumsmärkten weiter expandieren zu können. Im laufenden Geschäftsjahr wollen wir ein Umsatzwachstum zwischen fünf und zehn Prozent erzielen.“

Der Geschäftsbereich Rail Infrastructure, in dem sämtliche Aktivitäten rund um Produkte und Dienstleistungen für die Schieneninfrastruktur gebündelt sind, steigerte laut Geschäftsbericht seinen Umsatz um 1,7 Prozent. Damit lag der Anteil dieses Geschäftsbereichs am Konzernumsatz bei 64 Prozent. Das deutlichste Umsatzplus erzielte das Geschäftsfeld Fastening Systems, unter anderem die in Werdohl gefertigten Befestigungssysteme.

Der Vossloh-Konzern beschäftigte zum Jahresende 2012 weltweit 5022 Mitarbeiter, elf mehr als im Jahr zuvor. - heyn

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