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Vossloh präsentiert der Welt eine neue Generation der Spannklemme

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Von: Volker Griese

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Auf der Innotrans in Berlin, der internationalen Leitmesse für Verkehrstechnik, konnte der Vossloh-Vorstand mit Oliver Schuster, Dr. Thomas Trista und Jan Furnivall unter anderem Bundesverkehrsminister Volker Wissing (Zweiter von links) und Michael Theurer, Schienenverkehr-Beauftragter der Bundesregierung (Dritter von links), begrüßen.
Auf der Innotrans in Berlin, der internationalen Leitmesse für Verkehrstechnik, konnte der Vossloh-Vorstand mit Oliver Schuster, Dr. Thomas Trista und Jan Furnivall unter anderem Bundesverkehrsminister Volker Wissing (Zweiter von links) und Michael Theurer, Schienenverkehr-Beauftragter der Bundesregierung (Dritter von links), begrüßen. © Vossloh AG

Der Werdohler Bahntechnikkonzern Vossloh hat seine Neu- und Weiterentwicklungen auf der weltweit größten Bahnmesse Innotrans in Berlin unter dem Motto „Enabling Green Mobility“ präsentiert. Auch eine neue Generation der weltweit erfolgreichen Vossloh-Spannklemme war zu sehen.

Werdohl/Berlin ‒ Grüne Mobilität gilt als Schlüssel, um einige der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. Denn Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und Klimawandel erfordern, dass zunehmend mehr Menschen und Güter nachhaltig transportiert werden müssen.

Dies lasse sich nur über die Schiene realisieren, ist Vossloh überzeugt. Kein anderer Verkehrsträger habe eine bessere Klimabilanz. Da der Ausbau des Schienennetzes gerade in Europa limitiert und nicht im erforderlichen Maß kurzfristig möglich sei, müsse die Verfügbarkeit existierender Fahrwege gesteigert werden.

Dazu will Vossloh mit seinem breiten Portfolio an Produkten und Dienstleistungen, gepaart mit hoher Innovationskraft und digitaler Kompetenz, beitragen. Einerseits entwickelt und produziert Vossloh Produkte, die immer langlebiger, wartungsärmer und umweltfreundlicher sind. Andererseits ermöglicht das Unternehmen, die Instandhaltung des Schienennetzes insbesondere durch die Nutzung digitaler Technologien effizienter zu gestalten. Zustandsdaten des Fahrwegs Schiene werden mithilfe von Sensorik stationär im Gleis oder mobil über Instandhaltungsmaschinen erfasst. Für die Auswertung der Daten und Umwandlung in konkrete Handlungsempfehlungen ist „das systemische Fahrwegverständnis“ entscheidend. Dadurch könne Vossloh seinen Kunden maßgeschneiderte, zustandsbasierte Instandhaltungslösungen anbieten mit dem Ziel, die Streckenverfügbarkeit und die Lebensdauer der Bahninfrastruktur zu maximieren, heißt es in einer Unternehmensmeldung.

Die Besucher des Messestandes können in drei verschiedene Themenwelten eintauchen: „Advanced Infrastructure“, „Future Turnout Environment“ und „Smart Maintenance“ hat sie für eine internationale Zielgruppe mit englischen Bezeichnungen versehen.

Seine neuentwickelte Spannklemme der M-Generation präsentierte der Werdohler Bahntechnikkonzern Vossloh in dieser Woche in Berlin neben anderen Produkten und Dienstleistungen für die Bahninfrastruktur.
Seine neuentwickelte Spannklemme der M-Generation präsentierte der Werdohler Bahntechnikkonzern Vossloh in dieser Woche in Berlin neben anderen Produkten und Dienstleistungen für die Bahninfrastruktur. © Vossloh AG

In der Themenwelt „Advanced Infrastructure“ wird die neuartige Verbundstoffschwelle (Engineered Polymer Sleeper, EPS) als ressourcenschonende und nachhaltige Alternative zur konventionellen Holzschwelle vorgestellt. Das von Vossloh entwickelte Material besteht aus Sand sowie nahezu ausschließlich recycelten Grundstoffen und macht das Produkt vergleichsweise preisgünstig, recycelbar, vielfältig einsetzbar sowie besonders langlebig. Eine Polymer-Schwelle halte mit 50 Jahren etwa doppelt so lange wie eine Holzschwelle, behauptet Vossloh. Mit ähnlichen Vorzügen könne auch die neue Spannklemme der M-Generation aufwarten, die ebenfalls am Stand präsentiert wird. Ihre innovative Geometrie mit nach außen gebogenen Federarmen erhöhe die Eigenfrequenz und mache sie dadurch sehr robust, langlebig und reduziere die Lebenszykluskosten, heißt es von Vossloh. Zudem könne das Produkt aufgrund einer neuartigen Mikro-Stahllegierung und eines kompakteren Designs mitdeutlich besserem CO2-Fußabdruck punkten.

Im Themenbereich „Future Turnout Environment“ steht die Weiche im Vordergrund. Sie ist das komplexeste und zugleich wartungsintensivste Element des Fahrwegs Schiene. Mit Vosslohs Produktinnovation „PM-DiagBox“ lassen sich Unternehmensangaben zufolge analoge Weichenantriebe in smarte Systeme verwandeln und Leistungsschwankungen im Weichenantrieb frühzeitig entdecken. Die Datenanalyse in Echtzeit über eine von Vossloh entwickelte cloudbasierte Plattformlösung erlaube es dem Asset Manager, geeignete Instandhaltungsmaßnahmen zu ergreifen.

Auch das erstmals vorgestellte „V-Drone-Konzept“ dient dem Zweck, die Streckenverfügbarkeit zu steigern. Der Einsatz von speziellen Drohnen erlaubt die digitalbasierte Inspektion von sanierungsbedürftigen Gleisabschnitten im laufenden Betrieb, also ohne die Strecken sperren zu müssen. Die übermittelten Daten werden mit Hilfe von Algorithmen ausgewertet und in dreidimensionale Modelle übertragen. Dadurch könne die Modernisierung des Streckennetzes effizienter, sicherer und transparenter vorgenommen werden, ohne die Verfügbarkeit zu beeinträchtigen, behauptet Vossloh.

Durch die Möglichkeiten der Digitalisierung schlagen wir die Brücke zwischen unserem traditionellen Produktgeschäft und unserem breiten Serviceangebot.

Oliver Schuster, Vorstandsvorsitzender der Vossloh AG

Die zustandsbasierte Schieneninstandhaltung steht im Mittelpunkt des Themenbereichs „Smart Maintenance“. Durch die Ausstattung der einzigartigen Hochgeschwindigkeits-Schleifmaschinen mit modernster Sensorik können Zustandserfassung, Bearbeitung und Nachmessung der Schiene parallel in ein- und derselben Schicht erfolgen. Die Zustandsdaten werden in Echtzeit gesammelt, mittels Algorithmen verarbeitet und einschließlich konkreter Handlungsempfehlungen visualisiert. „Anhand der im Zeitablauf wachsenden Datenbasis lassen sich Trends und Prognosen zur Verschleißentwicklung treffen als Grundlage für prädiktive Instandhaltung“, teilte Vossloh mit. Auch die Deutsche Bahn setze künftig verstärkt auf diese Technologie zur präventiven Instandhaltung ihrer hochbelasteten Streckenabschnitte.

„Durch die Möglichkeiten der Digitalisierung schlagen wir die Brücke zwischen unserem traditionellen Produktgeschäft und unserem breiten Serviceangebot. Hierin liegt die Einzigartigkeit von Vossloh. Die sensorische Zustandserfassung von Komponenten im Gleis erlaubt uns einerseits, immer bessere Produkte zu entwickeln und andererseits, maßgeschneiderte Lösungen für die nachhaltige Mobilität von morgen anzubieten“, wird Oliver Schuster, Vorstandsvorsitzender der Vossloh AG, in einer Unternehmensmitteilung zitiert.

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