Vossloh nimmt Gewinnerwartung zurück

WERDOHL ▪ Der Vossloh-Konzern sieht durch externe Faktoren in Auslandsmärkten die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr beeinträchtigt.

Aus heutiger Sicht erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2011 Umsätze von bis zu 1,25 Milliarden Euro sowie ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen 120 und 130 Millionen. Bislang war Vossloh von rund 1,4 Milliarden Euro Umsatz und mehr als 160 Millionen EBIT ausgegangen.

Maßgeblicher Grund für die Anpassung sind laut Mitteilung des Unternehmens deutlich verzögerte Produktabrufe für die Ausrüstung chinesischer Hochgeschwindigkeitsstrecken. Durch einen Wechsel an der Spitze des chinesischen Eisenbahnministeriums zu Beginn des Jahres 2011 würden sich eine Reihe von Projekten verzögern. Vossloh reduziert daher seine Umsatzerwartung für China im laufenden Geschäftsjahr auf deutlich unter 100 Millionen Euro.

In Russland verzögern sich nach Angaben des Unternehmens die Bestellungen von Schienenbefestigungen aufgrund technischer Probleme anderer Projektbeteiligter ebenfalls. Vossloh rechnet daher für den russischen Markt für dieses Jahr nur noch mit einem Umsatz in niedriger zweistelliger Millionenhöhe. Hinzu kommt, dass die Geschäftsentwicklung in Teilen Südeuropas hinter den Erwartungen zurückblieb.

Für das kommende Jahr erwartet Vossloh wieder deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum.

Gestützt wird diese Einschätzung durch den hohen Auftragsbestand, der momentan mit rund 1,4 Milliarden Euro weiterhin auf Rekordniveau liege, heißt es in der Mitteilung.

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