Posten neu besetzt

Vossloh AG: Das ist die Neue im Aufsichtsrat

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Dr. Sigrid Evelyn Nikutta ist Vorstandsvorsitzende der Berliner Verkehrsbetriebe und seit gestern stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzend der Vossloh AG.

Werdohl/Düsseldorf - Dr. Sigrid Evelyn Nikutta wurde am Mittwoch im Rahmen der ordentlichen Jahreshauptversammlung der Vossloh AG im Düsseldorfer Congress Center Ost zur Nachfolgerin von Dr.-Ing. Volker Kefer als Aufsichtsratsmitglied der Aktionäre gewählt.

„Mit Dr. Nikutta zieht eine ausgewiesene Expertin der Bahnindustrie in den Aufsichtsrat der Vossloh AG ein“, teilte der börsennotierte Bahntechnikkonzern mit Stammsitz in Werdohl am Mittwochnachmittag mit. 

Nikutta ist seit 2010 Vorsitzende des Vorstands der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Zuvor war sie in verschiedenen Leitungsfunktionen bei der Deutschen Bahn AG tätig. In der Sitzung des Aufsichtsrats im Anschluss an die Hauptversammlung wurde Dr. Sigrid Nikutta zur stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. 

Kefer hatte Mandat im März niedergelegt

Volker Kefer hatte sein Mandat als Vorsitzender und Mitglied des Aufsichtsrats Anfang März niedergelegt. Aktuell ist Kefer unter anderem als Präsident des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) tätig. Zu Kefers Nachfolger wählte der Aufsichtsrat bereits Anfang April Ulrich M. Harnacke. Harnacke war zuvor vier Jahre unter anderem stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats. Dieser Posten wurde mit Dr. Nikutta jetzt neu besetzt. 

Die Aktionäre stimmten am Mittwoch nicht nur dem Vorschlag zu, Nikutta in den Aufsichtsrat zu nehmen, sondern auch der Dividendenvorschlag von einem Euro je Aktie wurde angenommen. Damit wird ein Betrag in Höhe von rund 16 Millionen Euro ausgeschüttet. „Insgesamt waren auf der Hauptversammlung der Vossloh AG rund 71 Prozent des Grundkapitals vertreten“, teilte das Unternehmen mit. 

Andree und Schiedeck entlastet

In seinem Bericht ging Andreas Busemann, Konzernchef der AG, auf operative und strategische Themen bei Vossloh ein. Hierzu zählten vor allem die Herausforderungen, die mit den neuen Möglichkeiten der Digitalisierung einhergehen, sowie das in diesem Jahr beschlossene Maßnahmenprogramm, das unter anderem vorsieht, weltweit rund 200 Stellen abzubauen, ein Großteil davon noch in diesem Jahr. Ob auch Jobs in Werdohl wegfallen werden, ist bislang nicht bekannt. 

Bei der Hauptversammlung wurde den beiden ehemaligen Vorstandsmitgliedern Werner Andree und Dr.-Ing. Norbert Schiedeck nach vier Jahren nachträglich die Entlastung erteilt. 2015 war auf Antrag eines Aktionärsvertreters den im Geschäftsjahr 2014 ausgeschiedenen Mitglieder des Vorstands die Entlastung versagt worden. Eine Untersuchung habe ergeben, dass kein Fehlverhalten des früheren Vorstandsvorsitzenden und des technischen Vorstands vorliege. Andree und Schiedeck erhielten 99,94 Prozent der Stimmen für ihre nachträgliche Entlastung.

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