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Vossloh: Aufträge auf neuem Rekordniveau

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Von: Volker Griese

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Stammsitz der Vossloh AG in Werdohl: Vor allem das dort angesiedelte Geschäftsfeld Fastening Systems ist Unternehmensangaben zufolge klar auf Erfolgskurs.
Stammsitz der Vossloh AG in Werdohl: Vor allem das dort angesiedelte Geschäftsfeld Fastening Systems ist Unternehmensangaben zufolge klar auf Erfolgskurs. © Griese, Volker

Die Werdohler Vossloh AG, eigenen Angaben zufolge weltweit führender Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Bahninfrastruktur, konnte im zweiten Vierteljahr 2022 an den erfolgreichen Jahresauftakt anknüpfen. Das hat das börsennotierte Unternehmen am Mittwoch in seinem Quartalsbericht mitgeteilt.

Werdohl – Der Auftragseingang legte den Angaben zufolge - wie schon im ersten Quartal - auch im zweiten Quartal 2022 in allen Geschäftsbereichen zu und übertraf mit 314,8 Millionen Euro den Wert des Vorjahresquartals um 115,4 Millionen Euro. Insgesamt summierte sich der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2022 damit auf 693 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg um 50,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (459,4 Millionen Euro) und markiert ein neues Rekordniveau in der Geschichte von Vossloh.

Überaus erfreulich entwickelte sich auch der Auftragsbestand, der zum 30. Juni einen Wert von 827,9 Millionen Euro erreichte und damit um 41,6 Prozent über dem Vorjahresniveau von 584,6 Millionen Euro lag. Zu der bemerkenswerten Auftragslage haben vor allem zwei Großaufträge aus China (90 Millionen Euro) und einer aus Ägypten (40 Millionen Euro) für Schienenbefestigungssysteme zum Bau neuer Hochgeschwindigkeitsstrecken beigetragen. Hinzu kommt der Abschluss eines Rahmenvertrages mit der staatlichen australischen Bahngesellschaft ARTC über die Lieferung von Betonschwellen (90 Millionen Euro). Hierbei handele es sich um einen der größten Auftragsgewinne im Bereich Infrastruktur der Unternehmensgeschichte, teilte Vossloh mit.

Den herausfordernden Rahmenbedingungen zum Trotz ist es uns gelungen, überaus beachtliche Halbjahresergebnisse zu erwirtschaften.

Oliver Schuster, Vorstandsvorsitzender der Vossloh AG

Der Konzernumsatz übertraf während der ersten sechs Monate dieses Jahres das hohe Vorjahresniveau um 3 Prozent und erreichte 476,4 Millionen Euro.

Die Auftragseingänge des Geschäftsbereichs Core Components lagen im ersten Halbjahr 2022 mit 359,8 Millionen Euro signifikant über dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums (201,7 Millionen Euro). Der enorme Anstieg ging vor allem auf die deutlich höheren Auftragseingänge im Geschäftsfeld Fastening Systems zurück, das mit der „Fabrik der Zukunft“ vor allem am Stammsitz in Werdohl tätig ist. Das Volumen der Neuaufträge hat sich von 125 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2021 auf 274,1 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs Core Components belief sich am 30. Juni auf 367,6 Millionen Euro und lag somit deutlich über dem Vorjahreswert zum gleichen Zeitpunkt (212,6 Millionen Euro). Der Umsatz des Geschäftsbereichs erreichte im ersten Halbjahr 212,9 Millionen Euro und blieb damit hinter dem Vorjahresniveau von 230,4 Millionen Euro zurück. Der Umsatz des Geschäftsfelds Fastening Systems sank im Vorjahresvergleich leicht auf 148,9 Millionen Euro (Vorjahr: 156,4 Millionen Euro). Niedrigere Erlöse im chinesischen Markt, der 2021 noch von Nachholeffekten aus der Covid-19-Pandemie begünstigt gewesen war, hätten nicht vollständig kompensiert werden können, lieferte Vossloh als Begründung für diese Entwicklung.

Die Vossloh AG hat die ursprüngliche Umsatz- und Ergebnisprognose bereits im Mai leicht angepasst. Mittlerweile rechnet das Unternehmen damit, im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz von 0,95 bis 1,05 Milliarden Euro erzielen zu können. Der erwartete Umsatzanstieg ist allerdings unter anderem auf die teilweise Weitergabe höherer Beschaffungspreisen für Material und Energie an die Kunden zurückzuführen.

„Den herausfordernden Rahmenbedingungen zum Trotz ist es uns gelungen, beachtliche Halbjahresergebnisse zu erwirtschaften. Unsere hervorragende Auftragslage ist Ausdruck der exzellenten Positionierung von Vossloh im zukunftsweisenden Markt für Bahninfrastruktur“, wird der Vorstandsvorsitzende Oliver Schuster in der Mitteilung des Unternehmens zitiert. Im zweiten Halbjahr erwarte Vossloh einen deutlichen Anstieg der Ergebnisbeiträge, heißt es darin weiter.

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