Vossloh ändert Pläne: AG-Verwaltung wird nicht neu gebaut

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Der Verwaltungstrakt der Vossloh-AG wird nun doch nicht neugebaut, sondern renoviert. Die rechts davon liegenden Hallen werden dagegen abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

Werdohl - Die Firma Vossloh hat die Pläne für den Neubau am Stammsitz in Werdohl noch einmal leicht verändert. Das hat Christian Renners, Geschäftsführer des in Werdohl ansässigen Geschäftsfeld Fastening Systems, auf Nachfrage bestätigt.

Ein Teil der Neubauten werde nicht wie ursprünglich geplant errichtet. Das Budget von 40 Millionen Euro bleibe jedoch unverändert. 

Vossloh habe „extremst viel“ in die Planung des Vorhabens investiert. Jetzt nähere sich allmählich die Phase der Realisierung, sagte Renners. „Das wird demnächst auch von außen sichtbar.“ 

Mitarbeiter ziehen Ende Juni um 

Allerdings werde das Gebäude für die Verwaltung der AG nicht neu gebaut. Ursprünglich hatte Vossloh die vorhandene Verwaltung am Stammsitz abreißen und neu errichten wollen. Davon nimmt das Unternehmen jetzt Abstand, der vorhandene Gebäudetrakt soll stattdessen renoviert werden, wenn Ende Juni die Mitarbeiter in das für zwei Jahre angemietete Ausweichquartier in Schalksmühle umgezogen sind. Renners nannte sowohl wirtschaftliche als auch emotionale Gründe für diese Entscheidung. Eine Renovierung sei kostengünstiger zu realisieren als zunächst erwartet, zudem werde die Vossloh-typische Fassade des Gebäudes dadurch erhalten. „Diese Fassade gehört ja schon zur lokalen Industriekultur“, erklärte Renners. 

Auch die alten Hallen, in denen derzeit noch Stahl gebeizt, gebogen und vergütet wird, will Vossloh noch erhalten. Sie sollen ertüchtigt und anschließend eventuell als Zwischenlager genutzt werden. „Wir haben dafür aber noch keine konkreten Pläne“, sagte Renners. 

Entscheidung soll das Risiko minimieren 

Die Entscheidung zum Erhalt dieser Hallen minimiere für das Unternehmen das Risiko, das mit jedem Bauprojekt einhergehe. „So können wir in den alten Hallen weiter produzieren, während die Neubauten errichtet werden, und anschließend mit der Produktion in die neuen Hallen umziehen“, erläuterte der Vossloh-Manager, welche Überlegungen dahinter stecken. Außerdem bewahre sich das Unternehmen die Chance, zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht noch einmal baulich nachzurüsten. Aus Kostengründen werde Vossloh auch sein Lager in Lüdenscheid behalten und sogar ausbauen, berichtete Renners weiter. 

An der Errichtung einer neuen Produktionshalle anstelle der bisherigen Hallen der Benseler-Vossloh Oberflächentechnik (BVO) will Vossloh aber festhalten. BVO ist dort bereits im Januar aus- und nach Lüdenscheid umgezogen. Die Hallen sollen voraussichtlich im dritten Quartal dieses Jahres abgerissen werden. „Die Abrissgenehmigung liegt uns bereits vor“, sagte Renners. 

Durch den Abriss soll auf dem Gelände eine rund 6000 Quadratmeter große Freifläche entstehen, auf der dann die 120 mal 60 Meter große neue Halle für die Spannklemmen-Fertigung Platz finden wird.

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