Vorzeige-Spielplatz lockt auch Gäste aus Nachbarstädten

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Wenn der Vater mit der Tochter: Das Klettergerüst auf dem Goethe-Spielplatz erfreut sich großer Beliebtheit.

Werdohl - Es ist der Vorzeige-Spielplatz in der Stadt Werdohl: Die attraktive Lage am Lenneufer und nicht zuletzt die beliebte Seilspinne sorgen dafür, dass der Spielplatz an der Goethestraße besonders im Sommer ein Besuchermagnet ist.

Mütter mit Klein- und Kindergartenkindern, Mädchen und Jungen im Grundschulalter und auch Jugendliche zieht es ans Lenneufer. 

Manche lassen sich auf Decken nieder, packen den Picknick-Korb aus und verbringen so auch mehrere Stunden an der Goethestraße. Regelmäßig besuchen Kindergarten-Gruppen den Spielplatz. Sogar Kindergruppen aus den Nachbarstädten haben den Spielplatz als Ausflugsziel für sich entdeckt. „An diesem Spielplatz wird in jedem Jahr gearbeitet. Wir sorgen dafür, dass hier auch mal etwas Neues geboten wird“, berichtet Jugendpfleger Tobias Chylka. In diesem Jahr war es Anfang April die bunte Plastikeisenbahn, die eigentlich für einen anderen Spielplatz im Stadtgebiet bestimmt war, dort optisch aber nicht zur bestehenden Anlage passte. 

An der Goethestraße sind die Waggons jetzt besonders häufig von Mädchen und Jungen bevölkert, die für das Abenteuer auf der Kletterspinne noch etwas zu klein sind. Die besondere Lage trägt aber nicht nur dazu bei, dass der Spielplatz besonders beliebt ist. Im September des vergangenen Jahres geriet dieser Ort durch böswilligen Vandalismus in die Schlagzeilen: Ein Bolzen war aus einem Mini-Bagger entfernt worden, ein sechsjähriger Junge verletzte sich beim Spielen schwer im Gesicht. Nach diesem Vorfall wurde der Platz zunächst täglich kontrolliert. Polizei und Ordnungsamt waren im Einsatz. 

Peter Riecke kontrolliert auf dem Spielplatz an der Goethestraße die Spielgeräte.

Auch jetzt werde der Spielplatz noch engmaschig überwacht. „Der private Sicherheitsdienst, der für die Stadt Werdohl tätig ist, hält den Platz im Auge“, erklärt Tobias Chylka. Zudem kontrollieren Mitarbeiter des Bauhofes wöchentlich alle Spielgeräte – auch auf allen anderen Spielplätzen im Stadtgebiet. Einer der städtischen Kontrolleure ist Peter Riecke. Ist er im Einsatz, hat er seine Werkzeugtasche griffbereit, um kleinere Mängel sofort beheben zu können. Während der wöchentlichen Sicht- und Funktionskontrolle untersucht er die Spielgeräte unter anderem auf Stellen, an denen sich die Kinder verletzen könnten. 

Zudem prüft er, ob sich beispielsweise Schrauben gelöst haben. „Größere Schäden werden fotografiert und in unser System gestellt“, erklärt der stellvertretende Bauhofleiter Dominic Winterhoff. Nach Rücksprache mit der Bauhofleitung werde das Spielgerät im Zweifelsfall dann sofort gesperrt. Die Kontrolleure des Bauhofes müssen ein Seminar besuchen, bevor sie tätig werden. „Und sie legen auch eine kleine Prüfung ab“, sagt Winterhoff. 

Darüber hinaus stehen auf allen städtischen Spielplätzen Jahreskontrollen auf dem Programm. Diese werden allerdings von der Verwaltung an Fremdfirmen vergeben. „Deren Mitarbeiter müssen speziell geschult sein“, berichtet der stellvertretende Bauhofleiter.

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